Seit Freitag bin ich bei einer Personalberatung tätig, die sich auf die Rekrutierung von Fach- und Führungskräften spezialisiert hat. Im Volksmund nennt man das headhunting. Meine Aufgabe ist es, Leute zu "identifizieren", die auf die durch uns zu besetzende Stelle passen könnten und dann Kontakt mit denen aufzunehmen, um zu sehen, ob die überhaupt wollen und geeignet sind. Was soll ich sagen...der Scharfrichterposten macht total Laune und die Kollegen sind dermaßen nett, dass ich mich schon nach einer Woche Frage, womit ich so ein Glück verdient habe. Naja, da kommt bestimmt noch ein Haken...irgendwann, wenn ich nicht mehr so wachsam bin.
Letzten Sonntag war ich dann noch im Theater und habe "Mutter Courage und ihre Kinder" von Bertold Brecht gesehen. Dabei habe ich herausgefunden, dass ich Theater wohl generell doof finde. Die Darstellerin der Mutter Courage war hervorragend, und wenn das nicht gewesen wäre, dann wären mir die drei Stunden wohl noch länger vorgekommen. Auch an den anderen Schauspielern gabs eigentlich nichts auszusetzen, aber irgendwie ist bei mir der Funke einfach nicht übergesprungen.-------------------------------------------------------------------
Stars: Hugh Jackman, Rachel Weisz
Story: Im Mittelalter such Conquistador Tomas für die spanische Königin Isabel(la) nach dem Baum des Lebens, um Spanien vor dem zerstörerischen Einfluß des Großinquisitors zu retten. In der Gegenwart forscht der Arzt Tommy Verde nach einem Mittel gegen Krebs, um seine todkranke Frau Izzy zu retten. Hoffnung gibt ihm die Entdeckung eines südamerikanischen Baumes. In der Zukunft ist reist Astronaut Tom in einer Blase zusammen mit dem Baum des Lebens in Richtung eines sterbenden Sterns. Dabei wird er immer wieder von der Izzy der Gegenwart "heimgesucht".
Kommentar: Uiuiui, also wie bereits angekündigt, kann ich Stefans positiven Eindruck nicht teilen. Mich hat der Film sehr an "Solaris" erinnert, nur dass "The Fountain" noch verwirrender und eigentlich unspannend ist. Wir haben uns darauf geeinigt, dass es in dem Film um den Kreislauf von Leben und Tod geht, dem man nicht entrinnen kann (oder soll). Als Buch hätte ich die Geschichte bestimmt interessant gefunden, so musste ich mich aber auch noch der visualisierten Phantasie der Filmemacher unterwerfen. Der Film hatte großartige Bilder, keine Frage aber man hätte die Botschaft vielleicht auch weniger kompliziert umsetzen können. Mich hat der Film verwirrt, der Zukunftsteil war eigentlich überflüssig. Dass Rachel Weisz für anspruchsvolle Rollen geeignet ist, hat sie mir bereits bei "Der ewige Gärtner" bewiesen. Hugh Jackman ist sehr bemüht, aber vorherige Rollen wie "Van Helsing" oder der unvergessene Wolverine lassen bei bestimmten Gesichtsausdrücken die Hoffnung auskommen, dass jetzt was spannendes passiert. Alles in allem zeigt der Daumen diesmal nach unten. Den Stern gibt hauptsächlich für die imposanten Bilder.


4 Kommentare:
Also, ich habe mir den Film gestern (24.01.) angeschaut. Ich kann den Film nicht bepunkten, weil ich nicht weiß ob ich ihn toll oder doof fand!
Ich würde sagen, der Film könnte in drei parallel Welten spielen aber zum gleichen Zeitpunkt mit der gleichen Geschichte. Der Protagonist ist ein egoistischer Zeitgenosse, der Versucht in der Vergangenheit, seiner Königin das ewige Leben zu schenken, in der gegenwart versucht er das Leben seiner Frau zu erhalten und in der Zukunft versucht er den Baum des Lebens am leben zu erhalten. In allen drei Geschichten ist er aber am meisten gewillt, dass ewige Leben zu bekommen. Das sieht man am besten in der Gegenwartsstory und in der Zukunftsstory, wo er trotz negativen auswirkungen macht, was er will.
Bildtechnische ganz gut, aber erinnert an russische oder chechische Märchenfilme. Hätten sie den Film mit mehr Budget und Brad Pitt und Cate Blanchett gedreht, wer weiß, vielleicht wer er noch imposanter geworden.
Guten Tag,
Also ich möchte ja nicht unsachlich erscheinen, aber ihr beide habt KEINE ahnung von kinofilmen.
Das wars,
Stefan
Warum haben wir keine Ahnung?
warum ihr keine Ahnung habt weiß ich leider auch nicht. Ist mir halt nur aufgefallen, da ihr den Film nicht gut fandet.
Stefan
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