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Mittwoch, November 21, 2007

Good bye Baby Blue

Eine weitere Ära geht zu Ende. Das letzte verbleibende Paar aus der Gruppe "Junge Mädels - Alte Autos" muss sich trennen. Mein Töffel, in Fachkreisen auch bekannt als "der Polo", geht den Weg alles irdischen. Ich möchte an dieser Stelle noch einmal an schöne Momente erinnern, die ich mit diesem Wagen hatte. Er hat mich, Susi und (Achtung!) Basti zum Ostbahnhof gefahren, mich hat er x-Mal die Strecke Berlin-Rostock gefahren, jede der Damen mehrfach an den Strand, einige Damen auch wieder zurück, um die schwere Grillkohle zu holen, hat ganze Hausstände transportiert, Weihnachtsgeschenke und andere Geschenke gefahren, mich tausendfach in Kino gebracht, über holprige Strassen geflogen, OHNE aufzusetzen, hat sich in kleine Parklücken reingeschraubt und mich zu viele lustigen Events gebracht. Es gab aber auch nicht so schöne Momente. In mein Töffel wurde eingebrochen, er wurde zweimal beim parken beunfallt (und das am selben Tag), er ist mehrfach nicht angesprungen, wenn es ihm zu kalt war, er ging einfach aus, auch gern während der Fahrt, hat die Städte Rostock und Berlin subventioniert, er stuckert, so dass ich wie der dämlichste Fahranfänger durch die Strassen ruckelte, er hat Kater zum Tierarzt gebracht, man kann den Beifahrersitz nicht mehr verstellen, beim waschen regnets rein, er moost, rostet an unterschiedlichsten Stellen, man konnte nie normale Scheibenwischer kaufen, weil es ein Reimport war, wurde abgeschleppt, verliert schon mal 5m neben der Werkstatt den Auspuff, die hintere Scheibenwaschanlage geht nicht und hatte schon 2x einen Platten. Aber all das wäre nicht so entscheidend, denn ich bin ja auch nicht perfekt (aber ich ruckel nicht, wenns kalt ist) ... all das wäre nicht entscheidend, wenn, ja wenn er nicht im Dezember zum TÜV müsste und Kai und ich eigentlich keine zwei Autos brauchen. So bringen wir meinen Polo am Samstag zum Schrott.


Mein Töffel, es war schön mit dir und du wirst immer mein erstes Auto bleiben - dieser Nachruf ist nur dir gewidmet. Aber alles hat ein Ende und so ... Good bye baby, baby blue...

Donnerstag, Oktober 18, 2007

ASYN-Awards to come

Langsam fallen die Blätter von den Bäumen und morgens ist es schon wieder fast noch dunkel, wenn ich mich aus dem Bett purzeln lasse. Letztens als ich so irgendwo rumstand oder saß, kam mir in den Sinn, dass es ja auch demnächst wieder Zeit für die ASYN-Awards wird, mit denen wir 2007 noch einmal Revue passieren lassen wollen (wow, drei Verben hineinander). Ich bitte also um Nominierungen für die Kategorien. Bitte mailt eure Vorschläge an nbreitkreutz@lucasgroup.de und ich werde dann sammeln und im November die Nominierungen zur Abstimmung freigeben. An dieser Stelle aber nochmal die Kategorien und die dazugehörigen Gewinner vom letzten Jahr:
Song des Jahres: The Raconteurs - Steady as she goes
Film des Jahres: Fluch der Karibik II
schlechtester Film des Jahres: Hostel
Event des Jahres: Die Fußball-WM
Stars des Jahres: Poldi & Schweini
Wort/Unwort des Jahres: Hassi anner Bussi
TV-Event des Jahres: Dr. House
Sonderkategorie: Annika mit ihrer Pippi-Freundin Anika


Ich möchte eine Änderung vornehmen: Den "schlechtesten Film des Jahres" möchte ich etwas umwandeln in den "enttäuschensten Film des Jahres". Schlechte Filme muss sich keiner ansehen. Ich bitte auch ganz dringend um Vorschläge für die Sonderkategorie, die nur einmal vergeben wird. Wem noch eine Kategorie einfällt, die unbedingt sonst noch hier rein muss...nur her damit. Ich bitte um Nominierungen bis zum 9. November 2007 an die oben angegebene Mailadresse.
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Und dann war ich doch noch letztes Wochenende im Spreewald zum leckeren Brunch und lustigen minigolfen. Das hat mir sehr viel Spaß gemacht, auch wenn ich (leider wie immer) bei Minigolf verloren habe. Ich hab ein paar Fotos mit unserer mittelalterlichen, aber guten Digitalkamera gemacht. Die Fotos habe ich unauffällig im Blog verteilt. Vielen Dank für die Aufmerksamkeit, bis denne...

Sonntag, September 16, 2007

Frau(en) bei der Bundeswehr

Dieser Eintrag wird auf dem Münchener Flughafen geschrieben, wo ich gerade auf meinen Flug zurück nach Berlin warte und in einem Café einen Tee für 3,-€ (drei Euro) genieße. Die moderne Technik erlaubt es mir, die Wartezeit überaus sinnvoll zu überbrücken, indem ich meine Erlebnisse aufschreibe, die sich in der bayrischen Landeshauptstadt seit Donnerstag zugetragen haben. Ich durfte nämlich zum allerersten Mal auf Dienstreise (Yvonne wird sich schlapp lachen) und zwar zum Kongress der "Absolventen der Bundeswehr-Universitäten". Da bin ich mit meinem Kollegen Wolfgang hin, weil ich mit ihm viel im wehrtechnischen Bereich arbeite. Das ich überhaupt hin durfte, ist meiner Hartnäckigkeit und Wolfgangs Kontakten zu verdanken, da ich ja eigentlich nicht wirklich gedient und schon gar nicht bei der Bundeswehr studiert habe.
Am Dienstag hatten wir dann die Teilnehmerliste gecheckt und mein Kollege meinte in einer Mail: "400 Teilnehmer und eine Frau. Na Prost" Dazu kann ich nur einen berühmten Rapper zitieren: "This looks like a job for me...we need a little controversy, 'cause it feels so empty without me" Der Kongress fand Freitag und Samstag statt, aber wir sind von Donnerstag bis Sonntag geblieben. Am Donnerstag bin ich saufrüh aufgestanden, hab mich in Schale geschmissen, angemalt und mein Köfferchen gepackt. Ein redseliger Taxifahrer brachte mich zum falschen Terminal aber ich saß rechtzeitig im Flieger. In München angekommen, war es mal fast 10 Grad wärmer als in Berlin und da kam ich das erste Mal ins schwitzen, aber nur nicht im Gesicht rumfummeln, ist ja Schminke drauf. Dann habe ich mich am Mietwagen-Schalter eines großen Autoverleihers angestellt, aber diese Hertzlosen Doofköppe haben sich so gut organisiert, dass ich da eine Stunde anstehen musste. Schließlich konnte ich meinen reservierten Audi A3 abholen, aber trotz Vorbestellung sagte mir die Frau am Counter "I hob aber koain Navigation mehr." Ich sprach: "Das geht aber nicht, ich war noch nie in München und außerdem habe ich es vorher bestellt" Da ist sie weggedackelt und kam nur 15 Minuten später mit einem kleinen Köfferchen wieder. "I hob nur noch a mobiles System, aber i woas net ob sie da mit zurecht komme." Ich dachte: "Blöde Kuh, ick zieh da gleich übern Counter, kett dich inna Küche mit de Kinder an und lass da nur eenmal de Woche inne Kirche." Ich sprach aber: "Ich habe zuhause auch so eines, das wird gehen. Können Sie mir noch sagen, was das amtliche Kennzeichen ist?" (Auf dem Zettel stand da leider nur TJ-29-29). Sie sagte mir dann aber die Parkplatznummer, da würde ich ihn finden. Am Stellplatz angekommen, entpuppte sich mein A3 als Opel Astra mit dem amtlichen Kennzeichen TJ-29-29...ein holländischer Wagen. Na egal, mehr Narrenfreiheit in München. Dann bin in die Stadt gefahren, natürlich nicht ohne vorher problemlos das Navi anzuschließen und hab meinen Kollegen abhgeholt. Dann sind wir in ein Parkhaus gedüst, wo die Stunde auch nur 6,-€ gekostet hat. Dann wir noch einen Kandidaten getroffen, im Kempinski Hotel und das war sehr schön und nobel. Irgendwann gegen 23 Uhr waren wir dann auch in unserem Berggasthof angekommen und ich bin wie tot ins Bett. Am nächsten morgen bin ich saufrüh aufgestanden, hab mich in Schale geschmissen, angemalt und los gings in die Bundeswehruni. Wie erwartet bin ich da tatsächlich die einzige Frau gewesen, aber die Jungs und Männer haben sich sehr gefreut. Jeder wollte wissen, was ich hier mache und ob ich Offizier bin und ich hab geantwortet, gelächelt und mit Visitenkarten um mich geworfen. Dann bin ich auf einem Ausflug zu einem unserer Kunden mitgefahren und hab total viel über Nachrichtentechnik und Überwachung gelernt. Der Abend war dann auch noch sehr lang und ich hab gelächelt, beraten, Geschäft generiert, bestehende Kontakte gepflegt und mit Visitenkarten um mich geschmissen. Irgendwann sehr spät sind wir zurück zum Auto und meine Kollege, der mit dem Grad eines Majors ausgeschieden ist, wollte nicht auf mich hören und so haben wir uns auf dem Unigelände erstmal weltmeisterlich verlaufen. Naja, irgendwann durfte ich dann unsere kleine Nachtwanderung leiten und wir kamen doch noch am Auto an. Zurück im Hotel bin ich wie tot ins Bett. Am nächsten morgen bin ich saufrüh aufgestanden, hab mich in Schale geworfen, angemalt und los gings wieder nach Neubiberg, wo die Uni steht. Hier hab ich wieder den ganzen Vormittag beraten, bei unserem Vortrag assistiert, beraten und Fragen beantwortet. Am Samstag war dann aber schon mittags Schluß und wir sind noch nach München rein und meine Kollege hat mit mir Sightseeing gemacht. Abends waren wir dann nicht ganz so spät zurück aber tot war ich trotzdem. Heute morgen bin ich zwar wieder saufrüh augestanden, habe mich aber nicht mehr in Schale geschmissen oder angemalt sondern mein Köfferchen gepackt und dann lief der Donnerstag rückwärts wieder ab. Un so sitze ich hier und schreibe brühwarm meine Erlebnisse auf und in einer dreiviertel Stunde geht mein Flieger und morgen fliege ich schonwieder, diesmal aber mit meinem Kai nach Fuerteventura in den Urlaub. Ich verabschiede mich also in die Ferien uns hoffe, ihr hattet Spaß beim lesen. Vielen Dank für die Aufmerksamkeit...

Montag, September 03, 2007

Da war doch noch eine?

Ja, was mache ich eigentlich den ganzen Tag so? Naja, wohl eher die letzten Wochen. Also, ich war auf der Biermeile, dem Gauklerfest, habe an einem Bierkastenrennen teilgenommen, bei dem ich grandios verloren habe, weil mein Team so überhaupt gar nicht im Training stand, ich habe mich zum Cocktail schlürfen getroffen, Cocktails und andere Sachen geschlürft, ich bin zweimal die Woche zum Training gegangen, habe viele gute und schlechte Filme gesehen, Bomberman gespielt, Potter gesehen, Potter gelesen, auf 30. Geburtstagen vorbeigeschaut, auf der "Lange[n] Nacht der Museen" einen gaaaaaanz riesigen Dino angestaunt, Oma besucht, Schwiegermutter und eigene Mutter besucht, Christoph Maria Herbst gelauscht, wie er "Vollidiot" liest, gepokert, tierisch lange gearbeitet, vom Urlaub geträumt, versucht mein Auto umzumelden, beim Frisör gewesen, Seelsorge bei Kollegen betrieben, zwei Leben organisiert, Raclette gegessen, nachts am Kottbusser Tor rumgetrieben, gegrillt, Chef um mehr Geld angepumpt... was ich aber leider nicht gemacht habe, ist bloggen. Wenn irgendjemand ein tieferes Interesse an einem der Aktionen hat, bitte Bescheid sagen, ich hab mir fest vorgenommen, jetzt wieder öfter was zu schreiben, damit sich keiner mehr beschweren kann, dass nur die Annika was reinschreibt. Das passte der kinofreie Montag ganz gut. Zum großen Treffen der Blognutzerinnen werde ich mich auf Fuerteventura in der Sonne aalen...obwohl ich jetzt aber leider nur noch den halben Spaß haben werden kann..naja, dafür lade ich mich jetzt schon zu Susis Geburtstag ein...aber bitte nicht am 20./21. feiern. Ich hätte total gern noch ein paar Fotos vom Bierkastenrennen gepostet, aber ich krieg die nicht von unserer Citrixoberfläche runter.

Mittwoch, Juli 04, 2007

Diesmal nur Kino

...da ich eine Woche im Verzug bin...
Titel: Sterben für Anfänger
Stars: ein paar bekannte Gesichter
Story: Als Daniels Vater stirbt, versammelt sich die ganze Familie im Haus der Eltern, um eine würdige Trauerfeier abzuhalten. Daniel hat sich alle Mühe gegeben, eine Trauerrede geschrieben und alle Formalitäten geregelt. Doch dann wird erst der falsche Tote geliefert und die Gäste möchten lieber eine Trauerrede von Daniels Bruder gehalten haben. Im Verlauf des Tages entpuppen sich die Gäste auch noch als illustrer als gewünscht...
Kommentar: Was am Anfang eher mäßig begann, gewinnt mit der Zeit durchaus an Schwung und Humor. Wer es diesbezüglich britisch mag, ist in diesem Film genau richtig. Die überraschenden Wendungen im Film lassen keine Langeweile aufkommen und sorgen dafür, dass nicht nur eine Figur alle Lacher produzieren muss. Alles in allem aber nichts überragendes aber ich habe mich gut unterhalten.
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Titel: Black Snake Moan
Stars: Samuel L. Jackson, Christina Ricci, Justin Timberlake
Story: Nymphomanin Rae ist seit einiger Zeit mit Ronnie zusammen, der jedoch in den Irak geht und sie deshalb in einem kleinen Südstaatenkaff zurücklassen muss. Kaum ist er aus der Stadt, vögelt sie alles, was ihr in den Weg kommt. Auf einer Party dröhnt sich Rae mit einem Drogencocktail zu und wird von Ronnies Bruder mitgenommen. Es kommt zu einer Auseinandersetzung, während der Rae von Ronnies Bruder brutal zusammengeschlagen und am Straßenrand liegengelassen wird. Der gottesfürchtige Bluessänger Lazarus päppelt sie wieder auf und will ihr den rechten Weg weisen.
Kommentar: Eine hervorragende Besetzung mit sehr guten Schauspielern, die eine ungewöhnliche Geschichte von zwei ganz unterschiedlichen Menschen erzählen. Was ich jedoch etwas störend empfand (ACHTUNG hier wird teilweise gespoilert) ist die vermittelte Botschaft des Films. Ich kann leider nicht unterstützen, dass mir der Film suggeriert, dass es richtig und hilfreich ist, zugedröhnte Nymphomaninnen mit einer Eisenkette an einem Heizkörper festzuketten. Zumal dieses als Symbol dann auch für sie zum Rettungsanker wird. Störend waren leider auch die Teenager hinter mir, die eine halbnackte Christina Ricci als Ansporn empfanden, den Film gänzlich zu kommentieren.

Mittwoch, Juni 20, 2007

Schickimicki und Dauerparty

Meine letzte Woche war wirklich anstrengend, denn Donnerstag, Freitag und Samstag war ich auf verschiedenen Festivitäten von verschiedenen Gastgebern eingeladen. Den Anfang machte meine Kollegin Annett, die mich zur Belohnung für gutes arbeiten (man höre und staune) auf nen Cocktail eingeladen hat. Dazu sind wir in die Lützowbar in den Westen gefahren und wenn sie mich nicht dahin geschleppt hätte, wäre mir diese Perle der Schickimicki-Snobisten-Yuppie-Kultur wohl entgangen. Warum es in dieser Kneipe trotz Cocktailpreisen AB 8,80€ so voll war, ist mir als Nicht-Yuppie ein Rätsel. Die Damen hatten (pro Stück) mehr Schminke im Gesicht, als ich in einem Jahr benutze und Klamotten an, die schon wirklich nach Verzweiflung aussahen. Ich kam mir (obwohl durch Annett vorgewarnt und dementsprechend gekleidet) irgendwie exotisch vor...so mit langer Hose und bedeckten Bauch. Egal, die Cocktails hab nicht ich bezahlt und wir sind auch noch mit zwei Bekannten meiner Kollegin zum Bundespressestand gefahren und da hab ich auch nicht bezahlt, da kannte einer den Barkeeper und so nahm der Abend seinen Lauf. Ich hätte stutzig werden müssen, als ein Mann, der zufällig mit uns am Tisch stand, fragte ob denn unsere Cocktails so nach Alkohol riechen würden...
Am nächsten morgen erschien ich ganz leicht verkatert an meinem Schreibtisch, vollbepackt mit geliehenem Hut und schicken Klamotten, weil ja Hochzeit war. Der Hut war eher etwas größer und voluminöser als auf dem Bild und wurde von ignoranten Kollegen und geliebten Mitbewohnern als Vogelnest bezeichnet. Das Mittagessen bekam mir nicht ganz so gut, weshalb ich gegen 15.00 Uhr erstmal dieses moderne Powernapping auf meinem Notizbuch ausprobiert habe. So erfrischt habe ich noch bis ca 17.00 Uhr Arbeit simuliert und mich dann in Schale geschmissen und bin zur Hochzeit. Dort hat es mir sehr gut gefallen, Braut und Bräutigam sahen sehr glücklich und gut aus. Das obligatorische Spieleprogramm hatte ich selbst mitgestaltet und deshalb fand ich das auch gut. Mitten im schönsten Gewitter sind mein Schatz und ich dann aber nach Hause gedampft, denn irgendwie war ich doch sehr müde.

Der Samstag begann ebenfalls früh, denn der Kai musste arbeiten, weshalb ich alleine einkaufen musste. Gegen 13.00 Uhr sind wir dann los ins schöne und abgelegene Ratzdorf. Nachdem wir erfolgreich eine ca. 5km lange LKW-Schlange auf der rechten Seite überholt hatten, wären wir fast an der Abfahrt vorbei gefahren, weil wir ja die Schilder wegen der LKWs nicht gesehen haben. Das wäre fatal gewesen, denn wir mussten die letzte Ausfahrt vor POLEN nehmen. Und wie wir da so durch die Landschaft gurken, haben wir uns zum wiederholten Male die Frage gestellt: Was arbeiten die Menschen, die auf dem Dorf leben? Ich bitte um viele konstruktive Beiträge, am besten aus Erfahrung oder weil sie jemanden kennen, der noch nicht Rentner ist und in einem Dorf wohnt. Zwischendurch sind wir auch durch Eisenhüttenstadt gefahren und jetzt weiß ich, wie Hoffnungslosigkeit aussieht. Nicht weil die Stadt so verwahrlost war, sondern unterschwellig kam das aus allen Ecken gekrochen. Da war irgendwie gruselig. Die Party in Ratzdorf war wie Familienfeiern halt so sind und irgendwann auch vorbei.
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Titel: Du bist nicht allein
Stars: Katharina Thalbach, Axel Prahl, Matthieu Carriere
Story: Herr und Frau Moll gehören zur Velierergeneration der Wende. Beide haben noch zu DDR-Zeiten gelernt und haben nun keine Perspektive mehr. Sie leben in einem Plattenbau in Marzahn, immer auf der Suche nach einer sinnvollen Aufgabe. Frau Moll bekommt endlich einen Job beim Wachschutz und Herr Moll findet eine sinnvolle Beschäftigung, indem er der neuen Nachbarin Jewgenia hilft. Auch das Ehepaar Wellinek steht vor der Herausforderung, sich der neuen Zeit anpassen zu müssen.
Kommentar: Ein hervorragend besetzer Film mit absolut glaubwürdiger Handlung. Die ostdeutsche Generation, die heute anfang vierzig ist, sind die größten Verlierer der Wende. Sie sind aber kein "White Trash", denn sie sind anständig, sehnen sich danach ein ganz normales Leben zu führen und nehmen dafür jeden Job an. Manchmal ist der Film in seiner Darstellung der Tristesse doch ein wenig zu drastisch, aber der überwiegende Teil zeigt ein sehr gutes Gespür dafür, das ständige Hoffen und die eigentliche Hoffnungslosigkeit darzustellen. Für Menschen, die in den Ostberliner Plattenbauten aufgewachsen sind, bietet der Film auch noch ein paar Impression aus der Vergangenheit.

Mittwoch, Juni 06, 2007

Phänomene im Alltag (Teil 2)

Diesmal gibts gar nichts bestimmtes zu berichten, sondern ich muss mal wieder ein von mir beobachtetes Phänomen im Alltag ansprechen. Tatort sind öffentliche Verkehrmittel aller Art. Die Standardsituation trägt sich folgendermaßen zu: Die Bahn ist ziemlich voll, es gibt schon lange keine Einzelplätze mehr und es steigt eine Frau zwischen 45 und 65 Jahren ein und setzt sich neben bspw. mich. Nach einigen Stationen leert sich die Bahn, was dazu führt, dass die Frau hektisch aufspringt und sich auf einen Einzelplatz oder eine leere Bank setzt. Meine Natur ist es zu überlegen, ob ich irgendwie müffele. Teilweise kann das aber beim besten Willen sein, so z. Bsp. wenn ich vom Sport komme...da bin ich frisch geduscht und habe sogar frische Socken an. Dann habe ich überlegt ob es am "Hässliche Menschen belästigen schöne Menschen"-Phänomen liegen kann aber teilweise müsste ich es sein, die sich überaus beleidigt fühlen müsste. Dann hab ich gedacht, naja vielleicht wird denen ja beim rückwärts fahren schlecht und habe eine Weile Beobachtungen über die neue Platzwahl angestellt. Hier gibt es aber kein einheitliches Platzierverhalten. Nur relativ nah dran muss der neue Platz sein, damit der/die Verlassene auch ja kapiert, dass der/die Flüchtende nicht ausgestiegen ist. Also weiß ich nicht, warum Menschen so etwas tun...DAS IST SAU-UNHÖFLICH finde ich jedenfalls. So nach dem Motto: "Hey, ich kenn dich nicht, aber neben DIR will ich ja mal sowas von gar überhaupt niemals nicht sitzen".
Jetzt mal kurz ein paar Antworten auf uralte Kommentare: Also der Hund kommt sowieso immer ins Büro, dass war immer klar. Jedenfalls uns in Berlin. Das Foto vom absolut haarlosen Florian versuche ich noch zu organisieren.
Außerdem möchte ich einen G8-Gipfel-Bericht mit original Stein und Zaun lesen!!! Großes Lob auch für den (unbewußten) Gastkommentar von Till (oder Tim?). Besser hätte man es kaum beschreiben können..zwischen noch nicht und nicht mehr.
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Kino: Hot Fuzz - Zwei abgewichste Profis
Stars: Simon Pegg (Shwan of the Dead), Timothy Dalton
Story: Vorzeigepolizist Nicholas Angel lässt durch seine überdurchschnittlichen Leistungen seine Londoner Kollegen schlecht aussehen und wird deshalb in ein Kaff auf dem Land strafversetzt. Dort freundet sich der Sohn des Polizeichefs mit ihm an, weil der hofft, das Nicholas etwas mehr Action in sein Leben bringt. In Sanford ereignen sich aber immer wieder merkwürdige Unfälle, die Nicholas auf eine heiße Spur führen...
Kommentar: Dieser Film war für die Ü-Premiere eigentlich vorprogrammiert und deswegen nicht weiter überraschend. Leider konnte auch der Inhalt nicht überraschen und deswegen bleibt der Streifen nur Mittelmaß. Darüber kann leider auch der gut platzierte britische Humor nicht hinweg täuschen. Obwohl ich bemerkt habe, das sich der Großteil prächtig amüsierte, kriegt der Film von mir nur zweieinhalb Sterne. Da ich auf dem Laptop poste, hab ich die leider nicht parat.
P.S.: Für einen Kommentar zu "Fluch der Karibik III" möchte ich auf Stefans Blog oder einen noch folgenden Eintrag von Yvonne verweisen.

Samstag, Mai 26, 2007

Der Art ging um

Ich hatte ja schon im letzten Post angedroht, vom Besuch unsres Oberjedis Art Lucas zu berichten. Am Dienstag mussten also alle um 8Uhr nachts schon im Büro sein. Ich hab mich in Schale geschmissen mit rotem Blüschen, Rock und Schuhen, deren Absätz mich 5,95% größer werden ließen. (Hier also eine kleine Aufgabe für alle Knobelfreunde: Wie hoch waren die Absätze in cm, wenn die Trägerin ohne Schuhe 1,68m groß ist?) Da ich aber nicht lebensmüde bin und am Dienstag eh immer zum Sport gehe, bin ich mit Turnschuhen los. Unten haben sich dann alle Raucher zufällig getroffen und wie wir da so stehen, kommt unser Chef mit dem Art um die Ecke. Wenigstens hatte ich schon aufgeraucht, aber die Turnschuhe noch an. Also schnell Sporttasche hindrapiert und ein Dauerlächeln aufgesetzt. Mister Art schüttelte Hände und hat, glaub ich, nichts gemerkt. Naja, der Tag verging mit eifrig simuliertem arbeiten und nachdem wir alle schon ganz simultan waren, bin ich noch zum Sport.
Der nächste Tag brachte so einige Überaschungen mit sich. Mein Kollege der Florian hat einen kleinen Wuffi, die Merle (hier ein Besipielfoto):



Die Merle bringt er eigentlich immer mit ins Büro und wenn nicht, dann ist auch Florian nicht da. Mittwoch trug sich folgender Dialog zu: (Art kommt an seinen Tisch): "What's that?" Florian: "That's my dog. Her name is Merle" (Weiteres anpreisen des Hundes in englisch) Art: "We don't have dogs in the office in the U.S." Abgang Art. Im weiteren Verlauf des Tages fand Art noch, dass auch der Florian an sich viel zu haarig ist. Bart doof, Kotletten viel zu lang. Mit freundlicher Genehmigung poste ich hier jetzt auch ein Foto vom Flo, so wie er vor Arts Besuch aussah:
Ich hoffe demnächst auch ein "Nachher"-Foto einreichen zu können, denn am Donnerstag waren Bart und Kotletten ab und Merle musste zu Hause bleiben. Dadurch trug sich folgender Dialog zu: (Art wieder am Tisch vom Florian): "Where is the dog? I liked it!" Ich weiß nicht, ob Florian noch was geantwortet hat, weil mir die Ohren so geschlackert haben. Generell haben wir nach diesen drei Tagen alle erfahren, dass Art ein erzkonservativer Amerikaner mit Bartphobie ist. Beinahe hätte ich am Donnerstag offene Schuhe getragen, weil es ja ein bißchen wärmer war, aber eine Kollegin hatte mich rechtzeitig gewarnt.
Zur Ehrenrettung meines Oberchefs muss ich aber sagen, dass er sonst sehr nett und auch sehr interessiert an der Persönlichkeit seiner Mitarbeiter war. Die europäische Mentalität und der europäische Stil haben ihn aber wohl ein bißchen verwirrt. Viel amerikanischen Lebensstil gabs am Montag auch im Kino:
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Film: Unbesiegbar
Stars: Mark Wahlberg
Story: Vince Papale schlägt sich während der Weltwirtschaftkrise als Aushilfslehrer und Aushilfskellner durchs Leben. Als er den Job als Lehrer verliert, verlässt ihn seine Frau. Sein einziger Halt sind seine Kumpels in der Bar und das glücklose Team der Philadelphia Eagles. Kurz vor der neuen Saison veranstaltes der neue Coach der Eagles Dick Vermeil ein offenes Training. Vince geht hin und wird tatsächlich genommen.
Kommentar: Vielleicht wäre der Film interessanter gewesen, wenn ich auch nur einen blassen Schimmer von den Spielregeln gehabt hätte. Und fast noch besser gewesen wäre es, wenn ich entweder auch nur einen Footballspieler kennen würde oder nachvollziehen könnten, wie man sich eine komplette Vereinsgeschichte merken kann. Da mir (und ich denke auch dem überwiegenden Rest Europas) solche Kenntnisse abgehen, bleibt einem eigentlich nur noch, mit dem durchaus symphatischen Vince zu hoffen. Das allein reicht aber nicht und dadurch wird der "American Sports Dream"-Film für Europäer generell unattraktiv. Schön hingegen war es, dass die Geschichte auf einer wahren Begebenheit beruht. Der echte Vince Papali hat tatsächlich drei Jahre lang für die Eagles gespielt.
















Samstag, Mai 19, 2007

Oh Gott...sie heiraten

Vor circa zwei Wochen ging ich frohgemut an meinen Briefkasten und da purzelt mir ein netter Brief mit einer Klappkarte drin entgegen auf der zu lesen war: "Wir heiraten". Um es ein bißchen spannender zu machen, hab ich erstmal überlegt, wer das denn sein könnte. Yvonne & Stefan???? Na ich weiß nicht... Annika & Sören???? NÄÄÄÄH Susi & Christian???? *ohne Worte*... Kai & Nadine???? Hätte ich dann vielleicht schon was wissen sollen...hab ich was vergessen...ne DAS hätte ich ausnahmsweise mal nicht vergessen???? Kaum war die Karte aufgeklappt blickten mit zwei Schulfreunde entgegen, die ich sage und schreibe schon seit 20 (zwanzig) Jahren kenne. Die beiden kennen sich genauso lange und sind auf einer Klassenfahrt in der 11. Klasse zusammen gekommen. Ist eine total süße Geschichte und im "Hufleki" in Prag passiert. Auf jeden Fall bin ich jetzt mit in die Planung zur Hochzeit eingebunden und möchte an dieser Stelle einen Aufruf starten, ob den geneigten Lesern dieses Blogs noch (die unvermeidlichen) Spiele einfallen, die nicht so peinlich sind wie die herkömmlichen. Die Braut neigt nämlich zu Hektikflecken.
Den Herrentag haben wir mit Freunden beim Raclette-Essen verbracht und ich habe die Runde "Cluedo" gewonnen. Da gibts nichts spektakuläres zu berichten.
Ansonsten ist nicht sehr viel passiert. In der nächsten Woche kommt Art Lucas also Präsident und Inhaber der Lucasgroup zu Besuch. Da gibts vielleicht wieder was zu berichten. Was zu berichten gibt es aber vom letzten Kinofilm:
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Kino: Shooting Dogs
Stars: John Hurt
Story: Ruanda 1994: Als zu Ostern der ruandische Präsident ermordet wird, eskaliert die Situation im Land. Vor den marodieren Hutus flüchten sich einige hundert Tutsis auf das Gelände einer katholischen Missionsschule, in der eine kleine Einheit Blauhelme stationiert sind. Nachdem die erste Nacht überwunden ist, zeigt sich das Ausmaß der Situtation. Außerhalb des Schulgeländes liegen hunderte Tote auf den Strassen und selbst für Weiße ist die Situation unberechenbar geworden. Mit der Zeit kreisen Hutus das Schulgelände ein und es scheint keinen Ausweg für die Tutsis zu geben. Die stationierten Blauhelme haben keine Befugnis, gegen die mit Macheten bewaffneten Hutus vorzugehen, um die Tutsis zu schützen.
Kommentar: Einer der besten Filme, die ich jemals gesehen habe. Die Geschichten der Figuren sind zwar fiktiv, doch der Hintergrund real. Während des Genozids in Ruanda starben letztlich 800.000 Menschen, oder anders ausgedrückt 90% der Tutsis, meist unmenschlich abgelschlachtet mit Macheten oder erschlagen. Der Film beschreibt eindringlich die anfängliche Unvorstellbarkeit des Mordens, die Brutalität, mit der dabei vorgegangen wurde, die Hilflosigekeit der Anwesenden und die Untätigkeit der UNO. Bei mir sind auch einige Tränen gerollt und daher kann ich den Film uneingeschränkt empfehlen: 5 Sterne.

Donnerstag, Mai 03, 2007

Wer gedacht hat, ich bin raus...hat sich zu früh gefreut

...GYR-HAR-HAR...
Zuerst möchte ich mich bei allen Kinogänger entschuldigen, die sowieso noch nie interessiert hat, was ich (wir) gesehen haben und ob das meiner Meinung nach gut war. Eigentlich gab es in letzter Zeit sowieso kein echtes Highlight mehr.
Was habe ich aber sonst noch so gemacht? Meistens bin ich arbeiten und da muss ich auch was tun...nicht so wie in korruptionsgeschüttelten Großunternehmen. In meinem kleinen Kubikel bin ich gefangen in einer Welt, in der es Worte wie Polyolefine, HTA modelling, Masterbatches, reimbursement dossiers, Technische Dokumentation und Eloka gibt. Gefangen also zwischen Pharmazie, Wehrtetchnik und Plastik nerven auch noch ständig irgendwelche Kandidaten, die den Job haben wollen. So ein Vollzeitarbeitsplatz nimmt irgendwie die meiste Zeit des Tages ein... komisch.
In meiner Freizeit besuche ich meine Oma im Krankenhaus oder wie ab sofort in der Reha-Klinik in BAD LIEBENWERDA (nur 3 Stunden von Berlin entfernt) oder gondel mitten in der Nacht nach Bitterfeld. Und das kam so...
Donnerstag 22.55 Uhr, das Telefon klingelt, Kai ruft an, Nadine schon im Schlafanzug hebt ab, lautes Geräusch im Hintergrund; Nadine "Wo bist du?" Kai: "Auf der Autobahn...mir ist ein Reifen geplatzt" Nadine denkt: "Super, jetzt steht der irgendwo am Standstreifen und das dauert jetzt noch ewig, bis der wieder zu Hause ist" laut sagt sie: "Wo genau bist du denn jetzt? Soll ich dich holen kommen?" Kai antwortet: "Ich bin jetzt kurz hinter Leipzig. Mir ist der Reifen geplatzt und dann bin ich erst rechts und dann links in die Leitplanke...mit 200 km/h. Der Firmenwagen ist Schrott." Nadine (reagiert endlich, wie es sich für eine liebende Freundin gehört): "Ist dir was passiert?" Kai: "Nee, mir gehts gut. Ich warte jetzt auf den Abschlepper und dann sag ich dir, wo du mich abholen kannst" Naja auf jeden Fall bin ich sofort losgefahren, hab Ersatz für meine Frühschicht organisiert und bin schnelle 2 1/2 Stunden später in Brehna bei Bitterfeld gewesen, wo mein völlig unversehrter Freund an der Rezeption eines Hotels schon beim zweiten Hefeweizen war. Irgendwann halb vier waren wir dann zu Hause. Dem Kai ist tatsächlich nichts passiert. Vielleicht reiche ich noch ein paar Fotos vom Auto nach. Tolle Aktion oder?
Ansonsten sind wir jedes Wochenende auf einer anderen Feier und unter der Woche gehe ich immer fleißig ins Fitnessstudio. Seitdem habe ich auch schon 3 Kilo zugenommen. Auch toll oder? Auch im Fitnessstudio begegnen mir imposante Begriffe wie Abdominal Crunch, Chest Press und Triceps irgendwas. Auf jeden Fall presse, crunche und irgendwasse ich ganz tapfer und mache auch lustige Kurse mit. Der erste Erfolg ist, dass ich jetzt schon zwei Minuten rennen kann, ohne mich übergeben zu müssen.
So, nachdem ich jetzt wieder einen internetfähigen Laptop habe, werde ich hoffentlich wieder öfter Muße zum bloggen haben. "Haben wir wieder was gelernt. Vielen Dank für die Aufmerksamkeit" (Kavka)

Freitag, März 02, 2007

Sport frei für Schnellstentschlossene

Also wer die Überschrift beim ersten Mal richtig gelesen hat, ist eines universitären Germanistikabschlusses würdig. Hier hätte die deutsche Rechtschreibung auch einen Bindestrich zum besseren Verständnis geduldet, aber vorher hätte ich noch recherchieren müssen, ob man es nach einer der gültigen Rechtschreibungen nicht auch "schnellst Entschlossene" oder vielleicht auch "schnellst entschlossene" schreiben müsste... aber egal. Deutsch ist heute eigentlich nicht unser Fach, sondern Sport und Politik. Das mit dem Sport begann heute morgen...
Das ich seit längerem mit meiner Gewichtszunahme ein wenig unglücklich bin, ist eigentlich kein Geheimnis. Seit einigen Wochen nun beschlich mich der Gedanke, dass ich schonwieder ein paar Grämmchen zugelegt hatte und heute morgen bestieg ich also meine Waage. Was ich da sah, ließ mich zurück prallen und während ich noch so durch mein Bad taumelte, beschloss ich...es muss was getan werden!!! Die angezeigte Zahl aufzuschreiben, würde leider einen normalen Blogeintrag sprengen, so lass ich es bleiben und auch um mir einen Rest Würde zu bewahren.
Okay, mein erster Gedanke war: weniger essen... aber das ist eigentlich auch schon seit zwei, drei Jahren meine Taktik. Das klappt nicht, musste ich jetzt einsehen. Ich kann die Finger nicht von Süsskram, Wein, Speck, Sahnesaucen, Pizzen, Burgern, frittierten Lebensmitteln, Käsekrusten, -hauben und -scheiben lassen. Also Sport. Sofort setzte der alte Mechanismus ein: Hast kein Geld, wenn du erstmal Geld verdienst, gehste Sport machen....Moment.....denk....MIST ich verdiene Geld....ich kann mir das leisten. Also was spricht noch dagegen....keine Zeit....nee....ich hab Zeit dafür....und sonst so?? FUCK mir fiel nichts ein. Es gab (im Augenblick) keine weiteren Möglichkeiten, mich zu drücken. Also erstmal Pizza (mit Käse im Rand) aus dem Ofen geholt und im Internet schlau gemacht. Vielleicht auch wieder mit Handball anfangen?? Schlagartig erwachten Erinnerungen von brutalen Trainings à la "Mila Superstar" vor meinem geistigen Auge. Außerdem bin ich so unfit, dass ich keine Bereicherung für irgendein Team dieser Welt wäre, egal was die auf ihrer Homepage schreiben. Spielen ja, trainieren nein.
Bleibt nur noch...genau Muckibude. Was muss die bieten? Also gut zu erreichen von Arbeit und von zu Hause aus, nen Wellnessbereich (weil ganz ohne Belohnung gehts dann ja doch nicht) und Samstag am besten schon ab sieben offen haben. Nach genauerer Prüfung blieben nur noch zwei Elixia-Standorte über... Ostkreuz und Landsberger Allee. Doch mein innerer Schweinehund ist stark..."Du kannst dich jetzt noch nicht entscheiden!" Wieso? "Wenn die Yvonne dann nach Berlin zieht, würde sie bestimmt mitkommen und wenn du dann am falschen Standort bist...musste allein trainieren" Ui, stimmt. Aber die jugendlich sportliche Nadine war noch nicht tot: "Mensch Mädel, die Yvonne zieht erst in einem Monat überhaupt hierher und hat für sowas gar kein Geld. Außerdem weiß sie erst seit sie das hier liest von deinem Plan" Ui stimmt auch. Also Käse aus dem Mundwinkel gewischt und bei der Muckibude am Ostkreuz angerufen. Termin für 16.00 Uhr gemacht. Empfangen hat mich so ein Strahlemann, der...ich will jetzt einen Drogenvergleich machen, aber für so ein Grinsen gibts noch keine passende Droge...also ihm schien die Sonne aus dem Po. Lange Rede kurzer Sinn. Ab sofort kann ich täglich trainieren. Die haben sogar ein Schwimmbad und drei Saunen. Find ich gut. Und weils Geld kostet, geh ich mit Sicherheit auch hin. To be continued....
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Am Mittwoch war ich ja noch im Adlon, um mir was von Viktor Janukowitsch über die Ukraine und die EU anzuhören. Wer will kann jetzt noch quizzen, wer die Leute auf den Fotos sind. Einer davon ist Janukowitsch, soviel sei verraten. Das Adlon ist von innen sehr schön und pompös und weil das Event um 17.00 Uhr losgehen sollte, war ich zur Tea-Time der Eingangshalle. In der Halle stand ein riesiger Springbrunnen und überall liefen Bedienstete mit Teewägelchen rum. Sehr süß. Der Veranstaltungsaal war auch auf alt gemacht und ich hatte genügend Zeit ihn zu betrachten, weil der Redner erstmal ne halbe Stunde Verspätung hatte. Schließlich kam dann eine Gruppe und einen hatte ich schonmal gesehen, musste also Janukowitsch sein. Aber denkste, ich bekam nicht nur das Adlon und Janukowitsch, sondern auch Aleksander Kwasniewski [Bild 1], den ehemaligen polnischen Ministerpräsidenten (den hatte ich für Janukowitsch [Bild 2] gehalten...hehe passiert) und Vitali Klitschko [Bild 3]. Den Herrn Klitschko hab ich erst gesehen, als er vorgestellt wurde...vielleicht sollte ich mir besser ne neue Brille kaufen, anstatt in Fitnessstudio zu gehen. Egal, ich hab viel über die Ukraine gelernt und danach noch ein Sektchen bekommen und konnte dann ein bißchen wichtiger nach Hause gehen.
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Kino: Smokin' Aces
Stars: Ryan Reynolds, Alicia Keys, Ray Liotta, Ben Affleck, Andy Garcia
Story: Buddy "Aces" Israel macht auch die "Sinatra-Tour". Buddy ist Las Vegas Showstar und hat gute Kontakte zur Mafia. Er will gegen den Oberboss putschen, der bekommt Wind davon und setzt ein Kopfgeld auf ihn aus. Buddy lässt sich ins FBI-Zeugenschutzprogramm aufnehmen. Damit macht er den beiden FBI-Agenten Carruthers (Ray Liotta) und Messner (Ryan Reynolds) das Leben zur Hölle, da sich plötzlich ganze Heerscharen von Kopfgeldjägern und Kriminellen an ihre Fersen heften.
Kommentar: Eine nicht ganz neue, aber immer wieder tolle Idee. Die verschiedenen Killer sind liebevoll ausgewählt und haben alle ihre ganz individuellen Vorgehensweisen. Allen voran die drei Brüder (?) mit Ariernachweis und undeutschen Tugenden. Die Story nimmt überraschende Wendungen bis zum Finale, so dass auch das fehlende Talent von Ben Affleck nicht ins Gewicht fällt. Leider ist sie auch teilweise sehr vorhersehbar und die Figur des Buddy Israel ist dermaßen unsympathisch, dass ich mich gestört gefühlt habe, wenn er gezeigt wurde. Und wie immer bleibt bei mir bei solchen Filmen die leise Ahnung: "Da hätte man mehr draus machen können".

An dieser Stelle noch ein Nachtrag zu Pans Labyrinth. Ich möchte einen halben Stern mehr vergeben. Also vier Sterne für den Film. Das brennt mir schon seit zwei Wochen auf den Nägeln.






Freitag, Februar 23, 2007

Überschrift fällt diesmal aus


Alle lernen und was mache ich eigentlich die ganze Zeit über? Grundsätzlich geh ich erstmal arbeiten und darf da lustige und beeindruckende Lebensläufe lesen und Leute nach ihrem Gehalt fragen. Ich schreib meine Notizen während der Telefonate mit Kandidaten immer in ein schwarzes Büchlein, von dem ich gedenke es (wenn es voll ist) meistbietend bei einem geheimen Bösewichttreffen zu verkaufen. In den letzten zwei Wochen waren meine Kollegen und ich angehalten, eine AGG- Schulung zu machen. AGG heißt ArbeitsGleichstellungsGesetz und das ist seit diesem Jahr neu. Wir haben bei dieser Onlineschulung ne Menge über Diskriminierung und Benachteiligung gelernt und hatten viel Spaß. Irgendwie wurde der Zweck ein wenig verfehlt, da wir offenbar nur Lehren daraus gezogen haben, wie man richtig diskriminiert und das trainieren wir jetzt täglich.
Außerdem habe ich noch ein englisches Wort gelernt und zwar "cock"- offiziell der Hahn. Das kam folgendermaßen: Wir haben gerade wieder erfolgreich einen Kollegen diskriminiert und da ging es um doppeldeutige Namen. Unser Finance & Legal Services Bereich wird von einer Britin namens Vanessa Cox geleitet. Mein Kollege der Florian berichtete, dass wenn die beiden einen englischssprachigen Kunden betreuen, der meistens etwas komisch kuckt, wenn die beiden sich als "Cox and Hornig" vorstellen. Wer die Moral der Geschichte jetzt noch nicht verstanden hat (ich habs ja erst auch nicht kapiert), der sollte mal "Vanessa Cocks" googeln und versuchen, den Nachnamen meines Kollegen englisch auszusprechen.
Kommenden Mittwoch darf ich mir einen Vortrag von Viktor Janukowitsch anhören. Der wird mir im Adlon was über den neuen Weg der Ukraine berichten...gerade der. Aber egal, ich darf mir den Janukowitsch mal live ankucken und gaaaanz nebenbei auch noch wichtig ins Adlon gehen.
Ansonsten ist mir eine gemeingefährliche Gesundheitsgefahr aufgefallen, die von Parkhäusern ausgeht, genauer gesagt von den Parkkarten und zwar von denen aus Plastik. Die Situation ist ja immer gleich: Beim reinfahren kommt man an die Schranke gefahren und drückt aufs Knöbbele, die Karte kommt raus und...? Genau! ... man steckt sich das Ding in die Schnute, weil man die Hände ja zum lenken und schalten braucht und weil man das Radio ausschalten muss, weil der Empfang so schlecht ist. Aber wenn man sich überlegt, dass ein Großteil der Autofahrer sich die Karte ebenfalls in den Mund steckt und die Dinger mit Sicherheit nicht gereinigt werden, bis der Parkhauswächter die mit seinen Arbeitshänden wieder in den Automaten zurück tut, dann speit man die Parkkarte am besten gleich gegen die Frontscheibe. Bärks!
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Kino: Bordertown
Stars: Jennifer Lopez, Antonio Banderas
Story: In der mexikanischen Grenzstadt Juarez ereignen sich seit Jahren grausame Morde und Vergewaltigungen an den Arbeiterinnen in den Fabriken. Die Zahl der Opfer geht in die Tausende. Die karrieresüchtige Journalistin Lauren Adrian (Jennifer Lopez) hat eigentlich keine Lust darüber zu berichten, weil sich niemand für Mexiko interessiert, aber ihr Chef stellt ihr den Auslandkorrespondenposten in Aussicht, wenn sie den Artikel macht. Vor Ort wandelt sich ihre Einstellung. Was fü sie anfänglich nur eine Story war, wird zu einem echten Anliegen.
Kommentar: Als klar wurde, welchen Film wir sehen werden haben sich drei von uns dazu entschlossen, dass 4€ für Werbung, Quiz und Trailer angemessen sind und sind gegangen. Ich hab mir mit Peter den Film bis zum Ende angesehen und fand ihn gar nicht so schlecht. Ich finde aber auch, dass Jennifer Lopez eine gute Schauspielerin ist. Mir als Europäerin fehlte der Bezug zur Problematik ein wenig, aber die Handlung war gut aufgemacht. Der Film konnte leider nicht auf schwulstige und unglaubwürdige "Hach, das Opfer ist mir ja so ähnlich..." Partien verzichten und leider war es im Kino mächtig laut, weil einige der Gäste die Zusammenhänge nicht verstehen wollten oder konnten, weil sie ja so viel diskutiert haben. Es war jetzt keine Perle der Filmkultur aber er war okay. Weil er vielleicht einen besseren Eindruck hinterlassen hätte, wenn es nicht so laut gewesen wäre, bekommt er einen halben Gnadenstern...

Dienstag, Februar 13, 2007

Der Post ist da

An dieser Stelle will ich nur den aktuellen Film vorstellen und darauf hinweisen, dass mein Post endlich zu lesen ist. Ich kann alles auf meine Mama schieben, die für ihren Part ne Woche gebraucht hat. Also bitte unten nachsehen, wers lesen will.
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Kino: Pans Labyrinth
Stars: ----
Story: Spanien 1944: Die 11jährige Ofélia zieht mit ihrer hochschwangeren Mutter aufs Land zu deren neuem Mann. Der ist ein sadistischer Hauptmann im faschistischen Spanien und kämpft gegen die Rebellen in den Wäldern. Auf dem Weg dorthin befreit Ofélia eine Fee, die ihr den Weg in ein Labyrinth weist. Dort trifft sie auf einen Pan, der ihr erklärt, sie sei eine Prinzessin. Um in ihr Königreich zurückzukehren, müsse sie aber drei Prüfungen bestehen. Sie stellt sich den magischen Prüfungen, hat aber auch Prüfungen in der realen Welt zu meistern. Und kann man einem Pan wirklich vertrauen?
Kommentar: Pans Labyrinth ist eine Mischung aus fantastischen Sagen und realem Drama. Es ist aber auch defintiv nichts für schwache Nerven. Ich hab bei der Fee in Form einer überdimensionalen, Geräusche machenden Libelle ohne Ende gelitten. Die fantastischen Figuren erfüllen in keiner Weise ein Niedlichkeitsschema. Auch die "eruptiven Gewaltausbrüche" in der Realität, bzw. dessen detaillierte Darstellung erfordern einiges. Der Film war dennoch sehr sehr gut und hat mich wegen der Geschichte und wegen der Qualität beeindruckt.



Mittwoch, Januar 31, 2007

Kind, was ist nur aus dir geworden? - Teil 1

Zur Erklärung dieses Wortes möchte ich auf folgenden Link verweisen (bitte unbedingt mit Ton gucken): http://www.webthreads.de/2006/11/businesskasper/

Das Video ist absolut sehenswert, sollte der Link also nicht klappen, bitte bei You Tube unter "Businesskasper" suchen.

Ich habe also mein erstes Businesskasper Event irgendwie absolviert. Und zwar war ich Ende Januar auf dem Neujahrstreffen des AmCham. Klingt total wichtig, dachte ich...ergo würde auch ich wichtiger werden, wenn ich hin gehe, logisch oder? Erst dachte ich, dass der Veranstalter aus dem asiatischen Raum kommen muss, weil der offenbar nicht nach dem julianischen Kalender lebt, so wie wir Deutschen und alle anderen Businesskasperländer.

Aber nein, das AmCham [sprich: ÄhmTschähm] ist eine deutsch-amerikanische Wirtschaftskammerverbindungsvereinigung und weil mein Firma eine amerikanische ist, sind wir da Mitglied drin und wir durften hin.

Mich traf die Einladung etwas unvorbereitet, was zur Folge hatte, dass ich ein ganz klein bißchen viel doll aufgefallen bin. Ich trug meine Tunika und die weiße Hose mit Fassung zwischen all den Schwarzgewandeten des Abends. Mal ganz abgesehen von meiner Gewandung fiel unser Büro sowieso ohne Ende auf, weil wir alle locker 40 Jahre jünger waren, als die anderen. Also an seriöse Kundenkontakte war sowieso nicht wirklich zu denken. Wir haben uns trotzdem köstlich amüsiert, viel gegessen und getrunken und ich habe den einzigen Kontakt des Abends überhaupt geknüpft, den Seth. Seth comes from Texas and is Head of Financial Service at Krone. Sein toller Jobtitel bietet mir einen nahtlosen Übergang zu einer neuen Rubrik, die ich in meinen Posts gern veröffentlichen möchte. Die Rubrik ist von der Süddeutschen Zeitung geklaut und soll hier unregelmäßig unter dem Titel: "Kind, was ist nur aus dir geworden?" erscheinen. Ich und meine Mama machen den Anfang. Ihre Aufgabe war es, zu erklären, was ich in meinem Beruf mache.
Nadine, Researcher bei der LucasGroup mit meiner Mama Marita
Das sagt die Mutter: Du bekommst einen Auftrag einer Firma, für Sie einen neuen Mitarbeiter mit entsprechenden Fähigkeiten zu suchen. Da gibt es verschiedene Möglichkeiten:
1. Du nimmst Kontakt mit schon bekannten Bewerbern auf.
2. Du suchst im Internet auf den bekannten Adressen nach bestimmten Bewerbern.
3. Du suchst Dir Firmen aus, die solche Mitarbeiter haben, rufst dort an und läßt Dich unter einem Vorwand mit den entsprechenden Bereichen verbinden.
Wenn dies geglückt ist, lädst Du diesen Kandidaten zu einem Gespräch ein und bei Eignung stellst Du ihn der Firma vor. Wenn die Firma Deinen vorgeschlagenen Kandidaten einstellt, bekommst Dein Arbeitgeber und auch Du eine Provision.
Und das die Tochter: Die Beschreibung ist eigentlich schon sehr gut. Leider sind bekannte Kandidaten eher selten. Das kommt eigentlich nur vor, wenn schon jemand anderes mit dem Research begonnen hat. Einen Kandidaten zu identifizieren ist aber vielfach möglich. Hauptsächlich geht dies über openBC und Monster. Der dritte Punkt ist das effektive, aber ungeliebte und unmoralische Mittel. Mein Job ist es hauptsächlich, die Leute ausfindig zu machen, mit denen das erste Mal zu sprechen, ob die überhaupt wechseln wollen und ihnen einen Lebenlauf zu entlocken. Wenn ich meine, der passt aufs Profil, dann geht das zum entsprechenden Berater und wenn der auch meint, das passt, dann zu unserem Kunden. Und wenn der auch meint "das paßt" und der Kandidat immernoch willig ist, dann...hats gepasst..hehe.

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Kino: Schräger als Fiktion

Stars: Will Ferrell, Dustin Hoffmann, Maggie Gyllenhaal, Emma Thompson, Queen Latifah

Story: Das Leben von Harold Crick (Will Ferrell) ist eintönig und zwar so sehr, dass er alles darin zählen und berechnen kann. Eines Tages hört er plötzlich eine Stimme, die alles kommentiert, was er tut. Da niemand außer ihm diese Stimme hört, wendet er sich an einen Psychiater, der ihn aber an einen Literaten weiterverweist. So landet er bei Dr. Jules Hilbert (Dustin Hoffmann). Gemeinsam gehen die beiden Harold ganz persönlicher Geschichte auf den Grund. Ist es eine Komödie oder ein Tragödie?Wichtig für die Entscheidung ist auch die schöne Bäckerin Ana (Maggie Gyllenhaal), in die sich Harold verliebt hat.

Kommentar: Ich gestehe mehr als skeptisch gewesen zu sein, als ich Will Ferrell erkannte, aber er hat mich überzeugt. Die Darsteller scheinen ihre Charaktere wie auf den Leib geschrieben, sei es nun der liebenswerte Nert Harold Crick, der engagierte Literaturprofessor Dr. Hilbert oder die resolute Assistentin Penny Escher (Queen Latifah). So wie Harold und Dr. Hilbert das Geheimnis der Stimme enträtseln, so rätselt auch der Zuschauer mit - Komödie oder Tragödie? Auch in diesem Film geht es um die Unausweichlichkeit(?) des Sterbens, aber die Thematik wird ganz anders angegangen, als bei "The Fountain". Toller Film

Donnerstag, Januar 18, 2007

Alles Headhunter oder was?

Eine ereignisreiche Bloggerwoche neigt sich dem Ende und es ist mal wieder Zeit, meine Führungsposition in der Posthäufigkeit weiter auszubauen. Wie die meisten sicher schon wissen, stehe ich seit letzten Freitag in Lohn und Brot und kann jetzt (wie es Susi so schön formuliert hat) aus dem "echten Leben" berichten. Erstmal muss ich mich beschweren, dass es morgens um sieben ja noch dunkel ist. Ein Zumutung -ehrlich.
Seit Freitag bin ich bei einer Personalberatung tätig, die sich auf die Rekrutierung von Fach- und Führungskräften spezialisiert hat. Im Volksmund nennt man das headhunting. Meine Aufgabe ist es, Leute zu "identifizieren", die auf die durch uns zu besetzende Stelle passen könnten und dann Kontakt mit denen aufzunehmen, um zu sehen, ob die überhaupt wollen und geeignet sind. Was soll ich sagen...der Scharfrichterposten macht total Laune und die Kollegen sind dermaßen nett, dass ich mich schon nach einer Woche Frage, womit ich so ein Glück verdient habe. Naja, da kommt bestimmt noch ein Haken...irgendwann, wenn ich nicht mehr so wachsam bin.
Letzten Sonntag war ich dann noch im Theater und habe "Mutter Courage und ihre Kinder" von Bertold Brecht gesehen. Dabei habe ich herausgefunden, dass ich Theater wohl generell doof finde. Die Darstellerin der Mutter Courage war hervorragend, und wenn das nicht gewesen wäre, dann wären mir die drei Stunden wohl noch länger vorgekommen. Auch an den anderen Schauspielern gabs eigentlich nichts auszusetzen, aber irgendwie ist bei mir der Funke einfach nicht übergesprungen.

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Kino: The Fountain
Stars: Hugh Jackman, Rachel Weisz
Story: Im Mittelalter such Conquistador Tomas für die spanische Königin Isabel(la) nach dem Baum des Lebens, um Spanien vor dem zerstörerischen Einfluß des Großinquisitors zu retten. In der Gegenwart forscht der Arzt Tommy Verde nach einem Mittel gegen Krebs, um seine todkranke Frau Izzy zu retten. Hoffnung gibt ihm die Entdeckung eines südamerikanischen Baumes. In der Zukunft ist reist Astronaut Tom in einer Blase zusammen mit dem Baum des Lebens in Richtung eines sterbenden Sterns. Dabei wird er immer wieder von der Izzy der Gegenwart "heimgesucht".
Kommentar: Uiuiui, also wie bereits angekündigt, kann ich Stefans positiven Eindruck nicht teilen. Mich hat der Film sehr an "Solaris" erinnert, nur dass "The Fountain" noch verwirrender und eigentlich unspannend ist. Wir haben uns darauf geeinigt, dass es in dem Film um den Kreislauf von Leben und Tod geht, dem man nicht entrinnen kann (oder soll). Als Buch hätte ich die Geschichte bestimmt interessant gefunden, so musste ich mich aber auch noch der visualisierten Phantasie der Filmemacher unterwerfen. Der Film hatte großartige Bilder, keine Frage aber man hätte die Botschaft vielleicht auch weniger kompliziert umsetzen können. Mich hat der Film verwirrt, der Zukunftsteil war eigentlich überflüssig. Dass Rachel Weisz für anspruchsvolle Rollen geeignet ist, hat sie mir bereits bei "Der ewige Gärtner" bewiesen. Hugh Jackman ist sehr bemüht, aber vorherige Rollen wie "Van Helsing" oder der unvergessene Wolverine lassen bei bestimmten Gesichtsausdrücken die Hoffnung auskommen, dass jetzt was spannendes passiert. Alles in allem zeigt der Daumen diesmal nach unten. Den Stern gibt hauptsächlich für die imposanten Bilder.





Dienstag, Januar 09, 2007

Die ASYN-Awards und eine Frage des Lebens

Ein fröhliches Willkommen mir selbst im neuen Blogger-Jahr. An dieser Stelle möchte ich die Awards noch einmal präsentieren. Und los gehts: In der Kategorie "Song des Jahres" haben The Raconteurs mit "Steady as she goes" (17 Punkte) vor den Sportfreunden (14 Punkte) und den Scissor Sisters (13 Punkte) einen knappen Sieg erringen können. Glück übrigens für die Raconteurs, dass Sören zu spät abgegeben hat. Die Kategorie "Event des Jahres" hatte einen klaren Favoriten, der am Ende auch deutlich vor allen anderen lag. Die Fußball-WM (35 Punkte) verwies Stefans Geburtstagsparty (16 Punkte) und das elendige Magisterarbeit schreiben (12 Punkte) auf die Plätze. Beim "TV-Event des Jahres" war eigentlich alles offen und es ist am Ende denkbar knapp gewesen. Mit nur einem Punkt Vorsprung setzte sich "Dr. House" (17 Punkte) gegenüber der BILD-Kinowerbung (16 Punkte) ab. Dritter wurde "Lost" mit 10 Punkten. Der Film des Jahres war spannend bis zum Schluss. James Bond konnte von seinem aktuellen Status profitieren, aber Johnny Depp ist nicht zu toppen. "Fluch der Karibik II" konnte mit 24 Punkten den ersten Platz machen und "James Bond - Casino Royale" hat nur 21 Punkte erhalten. Etwas abgeschlagen mit aber immerhin 14 Punkten noch "Walk the line". Auch bei den Stars des Jahres war alles offen. Hier sind die Gewinner Poldi & Schweini mit 18 Punkten vor Kate Moss & Pete Doherty mit 15 Punkten und Brangelina mit 13 Punkten. Die deutschen Wintersportolympioniken wären fast Dritter geworden, aber leider konnte ich die Wertung vom Sören nicht mehr mit einfließen lassen, weil die Präsentation schon raus war. Beim schlechtesten Film des Jahres ward ihr euch alle einig, dass das nur "Hostel" sein kann. Der Streifen erhielt stattliche 26 Punkte. "Littleman" bekam 11 Punkte und die beiden Drittplatzierten "Garfield 2" und "In 3 Tagen bist du tot" je 10 Punkte. Beim Wort/Unwort des Jahres geht meine Gratulation an Sören, aus dessen Mund der schöne Ausspruch "Hassi anner Bussi" kommt. Dafür gabs 21 Punkte. Für alle die es noch nicht erraten haben, handelt es sich bei dieser Aktivität um das Trinken eines Hasseröder Bieres an einer Bushaltestelle. Platz 2 ging an einen weiteren Ableger der Fußball-WM nämlich an das "public viewing" mit 14 Punkten und auf Platz 3 kam "7-2-offsuited" mit 12 Punkten. In der Kategorie "Best Couple ever" war es mächtig spannend. Letztlich konnte sich die Annika mit ihrer Namenspatronin durchsetzen und hat insgesamt 20 Punkte erhalten. Platz 2 ging an die beiden Stefans mit 14 Punkten und den dritten Platz teilen sich Ron und Christian mit je 12 Punkten. Hätte Sören rechtzeitig abgegeben, wäre ich mit Frau Kleinert ebenfalls auf den dritten Platz gekommen, aber naja.

An dieser Stelle möchte ich euch auch noch die Nominierung vorstellen, die nicht einen einzigen Punkt bekommen hat...ja nur eine...und es ist die junge Dame rechts dieses Textes. Ja da ist jemand drauf zu sehen...ihr müsst nur genau hinsehen. Schade Nicole, aber immerhin ist sie ja letztens zur drittbestangezogensten Frau gewählt worden. Von irgendeinem Magazin... hab ich bei "Taff" oder so gesehen.
Die meisten Punkte hat also die Fußball-WM bekommen (35 Punkte), Platz 2 geht an "Hostel" mit 26 Punkten und Dritter ist "Fluch der Karibik II" mit 24 Punkten. So das wars von den Awards 2006. Ich hoffe, ihr haltet Augen und Ohren offen, um würdige Nominierungen für 2007 zu bekommen.
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Zum Schluss (weil wir zwar im Kino waren, aber den Film nicht geschaut haben)...also zum Schluss noch eine Frage, die ich mir schon öfter gestellt habe. Kurzer Vorlauf: Im Zuge eines Berichtes über die "Arche"-Essensausgabe an arme Kinder wurde mal wieder betont, dass die armen Dinger zu Hause nicht mal täglich eine warme Mahlzeit erhalten. Ich erhalte auch nicht täglich eine warme Mahlzeit, weil ich mich sicher nicht jeden Tag hinstelle und für eine Person koche, aber darum gehts ja gar nicht. Meine Frage lautet: Wo ist der Vorteil einer warmen Mahlzeit gegenüber einer kalten? Ist ein Käsebrot mit einem Möhrchen zum knabbern dazu weniger nahrhaft und gesund als Spaghetti Bolognese? Oder bösartig gefragt: Wo ist der Vorteil daran, wenn ich mir beim essen vorher noch die Schnute verbrenne? Es kommt sowieso fast gleich temperiert im Magen an, oder nicht? Also helft mir weiter, ich weiß es nicht.

Freitag, Dezember 15, 2006

Berlin goes Lübben...äh Neuendorf

So endlich habe ich Zeit, mein Wochenende im schönen Brandenburger Land zu resümieren. Wie tatsächlich alle wissen, habe ich endlich das viel beschriebene Lübben, aber hauptsächlich das eher nebenbei erwähnte Neuendorf besucht, um Geburtstag zu feiern...unter anderem von Leuten, die im Hochsommer Geburtstag haben.
Die Plenske war bereit und so konnte es mit Yvonne und Stefan im Gepäck losgehen. Am Anfang wollte die Plenske uns unbedingt wieder zu mir nach Hause bringen, aber dann hat Yvonne ihr gezeigt, wo's langgeht und dann zeigte sie sich kooperativ. Um Susis Befürchtungen auszuräumen - sie hat gewusst, wo Neuendorf liegt und die dazugehörige Dorfstrasse, aber mit Hausnummern war halt nicht viel. Na machte ja nichts, denn wir sollten uns ja an dem Schild "Spedition Brandt" orientieren. Leider konnten die elektrizitätsverwöhnten Großstädter nicht damit rechnen, dass das Schild nicht beleuchtet ist und so sind wir erstmal dran vorbeigerauscht.
Gut angekommen haben wir erstmal unsere Handtücher über die Liegen gelegt...ich meine unsere Sachen auf die favorisierten Betten gestellt und sind dann direkt in den Ort des Geschehens geführt worden.
Im Laufe des Abends habe ich, vor allem dank Sören, wirklich jeden kennengelernt und bin allen vorgestellt worden. So zum Beispiel dem Ron, der sich ein neues Post-Foto zulegen sollte, denn wenn es mir nicht jemand gesagt hätte, hätte ich ihn nicht erkannt. Dann kann ich mich noch an Api, mehrere Enten, eine Franzi, einen André, der mit der Zwillingsschwester der Frisörin (oder war sie selbst Frisörin?) zusammen ist, die Maria oder so heißt (das schien mehreren Leuten wichtig zu sein, dass ich das alles weiß), einen Peter, das Bö, Wenke (ohne 'c') und einen Fabian erinnern...ach und natürlich an Gordian und die Musikgruppe "Tears are falling". Dazu gabs noch die üblichen Verdächtigen, unter anderem die herzlich bedankten Gastgeber und den Rest auch Rostock bzw. Berlin.
Einige Leute haben lustige Sachen gemacht. So zum Beispiel hat sich eine Gästin in einen glorifizierenden Monolog darüber begeben, was für ein Glück sie und ihr Bruder haben, so eine Schwägerin bzw. Freundin bekommen zu haben. Na herzlichen Glückwunsch dazu. Einer anderen jungen Dame ist sehr schnell sehr schlecht geworden, was mir (und vor allem ihr) sehr leid tat. Bei einer späteren Aufzählung, des angeblich nicht übermäßig konsumierten Alkohols kam dann von ihrer Seite aus auch nicht so viel zusammen. Eine Gegenüberstellung mit der glorreichen Schwägerin jedoch, förderte noch weiteren Alkoholkonsum zutage, an den sich die junge Dame irgendwie nicht erinnern konnte. Ansonsten wurde viel getanzt, gelacht, gequatscht, gesoffen und vor allem umgeschmissen. Irgendwann war ich dann auf meiner Liege angekommen, um wenigstens noch ein paar Stunden zu schlafen. Und völlig zusammenhanglos halte ich es jetzt schriftlich im Internet fest: SÖREN HAT DEN TODESSTERN ANGEFASST UND WAS KAPUTT GEMACHT. Und geschnarcht hat er auch, weshalb ich gegen acht Uhr eine vollkommen erschrockene Familie Brandt in der Küche begrüßen durfte. Den Samstag hab ich hauptsächlich auf meinem riesigen Sofa gemattet.
Bevor ich noch die letzten beiden Filme für dieses Jahr vorstelle, nochmal ein Aufruf zum voten für die ASYN-Awards. Mir fehlen noch die Stimmen der Gastgeber und zwar nur die. Also Susi, Christian und Sören haben noch nicht abegegeben. Wer sich sonst berufen fühlt (zum Beispiel Peter oder Dave) sollte mir seine Votes bis zum 23.12. mailen. Vielen Dank bis jetzt an Yvonne, Annika, Bennet, Daniel, Ron und Stefan. Ich kann sagen, dass manches doch spannender ist, als ich dachte.
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Kino: James Bond - Casino Royale
Stars: Daniel Craig, Judy Dench, Eva Green, Ludger Pistor

Story: James Bond ist gerade zum Doppelnull-Agenten befördert worden und versemmelt seinen ersten Einsatz in Madagaskar. M ist leicht verstimmt und so operiert er auf eigene Faust gegen einen Terroristenbanker namens Le Chiffre. Bond sorgt dafür, dass Le Chiffre das Geld seiner Kunden verliert. Um zu verhindern, dass er es bei einem Pokerturnier wiedergewinnt, muss Bond selbst gegen ihn antreten.
Kommentar: Es wurde ein neuer Bond gesucht und so wurde Daniel Craig zur geilsten Sau auf den Planeten. Wozu noch Bondgirls, wenn er aus dem Wasser steigt? Er verkörpert (das Wort kommt wie gerufen) einen vollkommen neuen Bond-Typ, der das immer etwas schmierige und somit nicht mehr zeitgemäße Image seiner Vorgänger abgelegt hat. Außerdem wurde viel in Karlsbad gedreht, was ich vorher gar nicht wusste, mich aber umso mehr erfreut hat und ich ärgere mich noch jetzt, dass wir nicht ins Casino gegangen sind. Abzüge gibt es, weil ich Le Chiffre doof fand. Selbst für einen Bond-Bösewicht ist er mir zu tuntig und seit wann kämpft Bond...James Bond gegen Tückebolde, die dann von jemand anderes getötet werden (können) und der auch noch ein Looser im wahrsten Sinne des Wortes ist!!! Ich weiß, ich wollte einen halben Stern mehr geben, aber sorry.

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Kino: Die Rotkäppchen-Verschwörung
Stars: Sarah Kuttner (Rotkäppchen), Hans Werner Olm (Großmutter), Max Raabe (Nicky Flippers), Jan Delay (Ziegenbock), Smudo (Boingo)

Story: Der Wald wird langsam entvölkert, weil ein Bösewicht alle Rezepte klaut. Als die altbekannte Geschichte mit Rotkäppchen und dem Wolf von der Polizei aufgeklärt wird, nimmt sich Chefinspektor Nicky Flippers dem Fall an, weil er glaubt, auch so den mysteriösen Rezepteklauer auf die Spur kommen zu können und lässt sich die Geschichte von allen Beteiligten erzählen. Vier Versionen, aber nur einer kann es gewesen sein...
Kommentar: Die Grundidee des Filmes ist wirklich gut, die Umsetzung lässt leider stark zu wünschen übrig. Die Chance, verschrobene und einmalige Figuren im Film unterzubringen und/oder andere Filme durch den Kakao zu ziehen, wurde nur sehr mäßig genutzt. Die fast schon obligatorische Matrix-Szene ist das einzige, was mir im Gedächtnis geblieben ist. Außerdem wird echt viel gesungen. Ich hatte das Gefühl, dass sich der Film nicht entscheiden kann, ob er wirklich lustig sein will. Lob gibt es für den Wolf und den sehr lustigen (singenden) Ziegenbock.

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