Samstag, Mai 19, 2007

Oh Gott...sie heiraten

Vor circa zwei Wochen ging ich frohgemut an meinen Briefkasten und da purzelt mir ein netter Brief mit einer Klappkarte drin entgegen auf der zu lesen war: "Wir heiraten". Um es ein bißchen spannender zu machen, hab ich erstmal überlegt, wer das denn sein könnte. Yvonne & Stefan???? Na ich weiß nicht... Annika & Sören???? NÄÄÄÄH Susi & Christian???? *ohne Worte*... Kai & Nadine???? Hätte ich dann vielleicht schon was wissen sollen...hab ich was vergessen...ne DAS hätte ich ausnahmsweise mal nicht vergessen???? Kaum war die Karte aufgeklappt blickten mit zwei Schulfreunde entgegen, die ich sage und schreibe schon seit 20 (zwanzig) Jahren kenne. Die beiden kennen sich genauso lange und sind auf einer Klassenfahrt in der 11. Klasse zusammen gekommen. Ist eine total süße Geschichte und im "Hufleki" in Prag passiert. Auf jeden Fall bin ich jetzt mit in die Planung zur Hochzeit eingebunden und möchte an dieser Stelle einen Aufruf starten, ob den geneigten Lesern dieses Blogs noch (die unvermeidlichen) Spiele einfallen, die nicht so peinlich sind wie die herkömmlichen. Die Braut neigt nämlich zu Hektikflecken.
Den Herrentag haben wir mit Freunden beim Raclette-Essen verbracht und ich habe die Runde "Cluedo" gewonnen. Da gibts nichts spektakuläres zu berichten.
Ansonsten ist nicht sehr viel passiert. In der nächsten Woche kommt Art Lucas also Präsident und Inhaber der Lucasgroup zu Besuch. Da gibts vielleicht wieder was zu berichten. Was zu berichten gibt es aber vom letzten Kinofilm:
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Kino: Shooting Dogs
Stars: John Hurt
Story: Ruanda 1994: Als zu Ostern der ruandische Präsident ermordet wird, eskaliert die Situation im Land. Vor den marodieren Hutus flüchten sich einige hundert Tutsis auf das Gelände einer katholischen Missionsschule, in der eine kleine Einheit Blauhelme stationiert sind. Nachdem die erste Nacht überwunden ist, zeigt sich das Ausmaß der Situtation. Außerhalb des Schulgeländes liegen hunderte Tote auf den Strassen und selbst für Weiße ist die Situation unberechenbar geworden. Mit der Zeit kreisen Hutus das Schulgelände ein und es scheint keinen Ausweg für die Tutsis zu geben. Die stationierten Blauhelme haben keine Befugnis, gegen die mit Macheten bewaffneten Hutus vorzugehen, um die Tutsis zu schützen.
Kommentar: Einer der besten Filme, die ich jemals gesehen habe. Die Geschichten der Figuren sind zwar fiktiv, doch der Hintergrund real. Während des Genozids in Ruanda starben letztlich 800.000 Menschen, oder anders ausgedrückt 90% der Tutsis, meist unmenschlich abgelschlachtet mit Macheten oder erschlagen. Der Film beschreibt eindringlich die anfängliche Unvorstellbarkeit des Mordens, die Brutalität, mit der dabei vorgegangen wurde, die Hilflosigekeit der Anwesenden und die Untätigkeit der UNO. Bei mir sind auch einige Tränen gerollt und daher kann ich den Film uneingeschränkt empfehlen: 5 Sterne.

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