Mittwoch, Januar 31, 2007

Kind, was ist nur aus dir geworden? - Teil 1

Zur Erklärung dieses Wortes möchte ich auf folgenden Link verweisen (bitte unbedingt mit Ton gucken): http://www.webthreads.de/2006/11/businesskasper/

Das Video ist absolut sehenswert, sollte der Link also nicht klappen, bitte bei You Tube unter "Businesskasper" suchen.

Ich habe also mein erstes Businesskasper Event irgendwie absolviert. Und zwar war ich Ende Januar auf dem Neujahrstreffen des AmCham. Klingt total wichtig, dachte ich...ergo würde auch ich wichtiger werden, wenn ich hin gehe, logisch oder? Erst dachte ich, dass der Veranstalter aus dem asiatischen Raum kommen muss, weil der offenbar nicht nach dem julianischen Kalender lebt, so wie wir Deutschen und alle anderen Businesskasperländer.

Aber nein, das AmCham [sprich: ÄhmTschähm] ist eine deutsch-amerikanische Wirtschaftskammerverbindungsvereinigung und weil mein Firma eine amerikanische ist, sind wir da Mitglied drin und wir durften hin.

Mich traf die Einladung etwas unvorbereitet, was zur Folge hatte, dass ich ein ganz klein bißchen viel doll aufgefallen bin. Ich trug meine Tunika und die weiße Hose mit Fassung zwischen all den Schwarzgewandeten des Abends. Mal ganz abgesehen von meiner Gewandung fiel unser Büro sowieso ohne Ende auf, weil wir alle locker 40 Jahre jünger waren, als die anderen. Also an seriöse Kundenkontakte war sowieso nicht wirklich zu denken. Wir haben uns trotzdem köstlich amüsiert, viel gegessen und getrunken und ich habe den einzigen Kontakt des Abends überhaupt geknüpft, den Seth. Seth comes from Texas and is Head of Financial Service at Krone. Sein toller Jobtitel bietet mir einen nahtlosen Übergang zu einer neuen Rubrik, die ich in meinen Posts gern veröffentlichen möchte. Die Rubrik ist von der Süddeutschen Zeitung geklaut und soll hier unregelmäßig unter dem Titel: "Kind, was ist nur aus dir geworden?" erscheinen. Ich und meine Mama machen den Anfang. Ihre Aufgabe war es, zu erklären, was ich in meinem Beruf mache.
Nadine, Researcher bei der LucasGroup mit meiner Mama Marita
Das sagt die Mutter: Du bekommst einen Auftrag einer Firma, für Sie einen neuen Mitarbeiter mit entsprechenden Fähigkeiten zu suchen. Da gibt es verschiedene Möglichkeiten:
1. Du nimmst Kontakt mit schon bekannten Bewerbern auf.
2. Du suchst im Internet auf den bekannten Adressen nach bestimmten Bewerbern.
3. Du suchst Dir Firmen aus, die solche Mitarbeiter haben, rufst dort an und läßt Dich unter einem Vorwand mit den entsprechenden Bereichen verbinden.
Wenn dies geglückt ist, lädst Du diesen Kandidaten zu einem Gespräch ein und bei Eignung stellst Du ihn der Firma vor. Wenn die Firma Deinen vorgeschlagenen Kandidaten einstellt, bekommst Dein Arbeitgeber und auch Du eine Provision.
Und das die Tochter: Die Beschreibung ist eigentlich schon sehr gut. Leider sind bekannte Kandidaten eher selten. Das kommt eigentlich nur vor, wenn schon jemand anderes mit dem Research begonnen hat. Einen Kandidaten zu identifizieren ist aber vielfach möglich. Hauptsächlich geht dies über openBC und Monster. Der dritte Punkt ist das effektive, aber ungeliebte und unmoralische Mittel. Mein Job ist es hauptsächlich, die Leute ausfindig zu machen, mit denen das erste Mal zu sprechen, ob die überhaupt wechseln wollen und ihnen einen Lebenlauf zu entlocken. Wenn ich meine, der passt aufs Profil, dann geht das zum entsprechenden Berater und wenn der auch meint, das passt, dann zu unserem Kunden. Und wenn der auch meint "das paßt" und der Kandidat immernoch willig ist, dann...hats gepasst..hehe.

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Kino: Schräger als Fiktion

Stars: Will Ferrell, Dustin Hoffmann, Maggie Gyllenhaal, Emma Thompson, Queen Latifah

Story: Das Leben von Harold Crick (Will Ferrell) ist eintönig und zwar so sehr, dass er alles darin zählen und berechnen kann. Eines Tages hört er plötzlich eine Stimme, die alles kommentiert, was er tut. Da niemand außer ihm diese Stimme hört, wendet er sich an einen Psychiater, der ihn aber an einen Literaten weiterverweist. So landet er bei Dr. Jules Hilbert (Dustin Hoffmann). Gemeinsam gehen die beiden Harold ganz persönlicher Geschichte auf den Grund. Ist es eine Komödie oder ein Tragödie?Wichtig für die Entscheidung ist auch die schöne Bäckerin Ana (Maggie Gyllenhaal), in die sich Harold verliebt hat.

Kommentar: Ich gestehe mehr als skeptisch gewesen zu sein, als ich Will Ferrell erkannte, aber er hat mich überzeugt. Die Darsteller scheinen ihre Charaktere wie auf den Leib geschrieben, sei es nun der liebenswerte Nert Harold Crick, der engagierte Literaturprofessor Dr. Hilbert oder die resolute Assistentin Penny Escher (Queen Latifah). So wie Harold und Dr. Hilbert das Geheimnis der Stimme enträtseln, so rätselt auch der Zuschauer mit - Komödie oder Tragödie? Auch in diesem Film geht es um die Unausweichlichkeit(?) des Sterbens, aber die Thematik wird ganz anders angegangen, als bei "The Fountain". Toller Film

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