An der ruhr (da muss ich immer an die durchfallerkrankung denken)-universität bochum haben sozialwissenschaftlerinnen (sind wirklich nur frauen gewesen) die deutsche blogosphäre auf geschlechtsspezifische unterschiede untersucht.
ergebnis:
- es schreiben mehr frauen als männer regelmäßig
- in den top 100 der am häufigsten verlinkten blogs sind sie zu 30 % vertreten
die wissenschaftlerinen glauben, dass ein großer anteil der weiblichen blogger noch teenager sind und online eher neuigkeiten für die besten freundinnen notieren… weshalb die nicht soviel interesse ernten, wie die über politik und tagesgeschehen referrierende männermehrheit.
mein fazit mittels einer qualitativen studie: wir sind statisisch gesehen also vermutlich alle total unreife blogger! Kicher.
Da dachte ich mir, ich werde jetzt mal utopisch-politisch. Stammtisch eröffnet.
männer sind doch auch nicht nur liebender vater und arbeitender vater…
ich bin für die wiedereinführung der politischen infiltration von kindern mittels dieses liedes:
„Meine Mutti ist Abteilungsleiter / Sie steht jeden Tag ihren Mann / Nur zu Hause kommt sie gar nicht weiter / Packe ich im Haushalt nicht mit an.
Kommt sie müde vom Betrieb nach Hause / Und ich hab nichts für sie gemacht / Hat sie nicht die allerkleinste Pause / Und plagt sich weiter bis zur Nacht.
Habe ich dann manchmal eine Frage / Meine Mutti, die ist nämlich klug / Ist ihr jede Antwort eine Plage / Und sie sagt: „Sei still ich hab genug!“
Lauf ich aber selber einzukaufen / Und der Abwasch türmt sich nicht mehr so / Braucht die Mutti nicht herumzulaufen / Und ist am Abend richtig froh.
Deshalb mach ich ihr die Arbeit leichter / Und ich spiele erst, wenn alles blitzt / Denn dann hab ich mehr von meiner Mutti / Und ich hab ihr und mir genützt.“
hier ist das offizielle ende dieser alten „ddr-volksweise“. Ich bin aber dafür dann noch eine strophe (natürlich von mir gedichtet – wer schreibt, der bleibt!) einzufügen um den langfristigen effekt dieser erziehungsmaßnahme zu sichern:
„wenn ich mal groß bin und schufte ganz viel/ und heim, partner, vielleicht kinder hab/ dann ist’s bei mir zu haus dasselbe spiel/ wir teiln’ die arbeit jeden tag.“
wenn alle dieses lied/leid verinnerlicht haben, können wir über die anderen rollenklischees weiter diskutieren.
was ich an meiner strophe so schön finde, ist, dass sie gesellschaftspolitisch sehr flexibel ist. es wird nicht geschlechtsspezifisch oder zahlenmäßig auf die partnerschaft eingegangen und jeder könnte, muss aber nicht kinder haben. außerdem wird die selbstverständlichkeit dass auch in der partnerschaft die arbeit am haushalt geteilt wird, vermittelt.
ich gründe hiermit die neue politische bewegung der „familienemanzipation“.
MEHR FREIZEIT FÜR ALLE!!!
und
EIN NEUER FAMILIENBEGRIFF
(„Familie“ sollte bedeuten, dass man leute um sich hat, die man liebt oder die sich vorbehaltlos umeinander kümmern. (d.h. ein familienbegriff von kindern losgekoppelt))
und das lied wird unsere hymne, als basis dafür, wie man mehr freizeit für die kleinste zelle der gesellschaft schaffen kann.
"Irgendwann begann Tyler für mich zu sprechen."
6 Kommentare:
"tylers worte kamen aus meinem mund"
oder "manchmal sprach er fuer mich"
(I felt down some stairs)
wenn schon dann richtig lieber schatz ;)
ansonsten bekomm ich langsam angst vor dir....
ja, und ich schlechte augen!!!
ansonsten, toll, mal was aus dem norden wieder zu lesen!! ich dachte du schwimmst schon als laura palmer double in der ostsee...
mh, laura palmers vater war gestern bei the closer ein anwalt wenn ich mich nicht täusche...
ja, einerseits vergeht die zeit wie im flug- andererseits gar nicht...
übrigens, war ich wieder mal im kino...
Also, da wird ein so wichtiges Thema auf den Tisch gepackt und dann redet ihr über so belanglose Dine! Susi, ich unterstütze deine Kampagne, nur bin ich dafür, dass das Lied verallemeinert wird und das jedes Mutti durch Mutti und Vati ersetzt wird. Deine Strophe reißt es für mich noch nicht so richtig sein. Jetzt klingt es, als wäre es ein Plädoyer für Kinderarbeit und das Kind nimmt Mutti die Arbeit ab, denn Vati hat mit dem Haushalt ja nichts zu tun. So, Christian - vor wem hast du jetzt mehr Angst?
bin ich mir noch nicht so sicher, allerdings weiss ich, dass ich euch beiden nur noch getrennt begegnen will :)
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