Donnerstag, Mai 10, 2007

Warum Praktikanten immer archivieren müssen

Meine Damen und Herren, heute war ein großartiger Tag. Ich wurde nämlich dreimal gelobt. Das ist toll und geht runter wie Öl. Frisch geölt fühle ich mich somit nun in der Lage, euch von meinem Leben als offizieller Teil der „Generation Praktikum“ zu berichten. Neuerdings maloche ich nämlich von 8.00 bis 17.00 Uhr in der Redaktion des „Kultur Kalender – Unterwegs in Mecklenburg-Vorpommern“. Angefangen hat mein Praktikum damit – ihr werdet es erraten können – dass ich archivieren durfte. Erst Hefte ordnen, dann eine Liste aller Kultureinrichtungen in Meck-Pomm und der bestehenden Kontakte erstellen. Daran sitze ich übrigens immer noch. Unterbrochen wurde diese Arbeit dadurch, dass ich Montag und Dienstag ein Buchmanuskript Korrektur lesen durfte, nämlich „Nostalgische Gaumenfreuden aus Vorpommern“. 380 Seiten in 2 Tagen – ich bin stolz auf mich. Zudem bin ich nun fit, was Rezepte aus eckligen Tierinnereien angeht, von denen ich mich frage, wie man auf die Idee gekommen ist, man könne sie essen. Es gab übrigens auch ein Rezept mit „Sau- oder Puffbohnen“ als Beilage! Außerdem kenne ich nun gute Haushaltstipps von Urgrotmuddan, plattdeutsche Abzählreime und viel über Sagen, Märchen und deren Gestalten, was ich alles noch besser wusste, als es da stand. (Ick bün nämlich ne Studierte – jaja!) Heute habe ich meinen ersten redaktionellen Beitrag geschrieben, was mir flott von der Hand ging. Sonntag und Montag fahre ich mit zur Museumstagung Mecklenburg-Vorpommern und am Dienstag habe ich einen Interviewtermin mit der Leiterin der Kunstschule und einem Künstlerehepaar. Aus dem Gespräch sollen ein redaktioneller Beitrag und ein Porträt resultieren. Also ihr seht, es geht langsam voran. Und warum Praktikanten nun immer archivieren müssen? – Na weil’s sonst keiner macht.

Das letzte Wochenende haben Susi und Christian mir geholfen, meine Lücken, was kulturelle Aktivitäten in Rostock angeht, zu schließen. Samstag waren Susi und ich in der Kunsthalle bei einer Ausstellung junger japanischer Künstler, die ganz schön genial war. Anschließend sind wir in den Botanischen Garten, der dank der intensiven Sonneneinstrahlung in der Zwischenzeit herrlich erblüht ist. Dank des fehlenden Regens verdörrte so einiges des krausen Gewächses aber auch schon wieder. Und wenn man ihn bis zum Ende durchgeht, dann findet man sogar noch einen Teich. In diesem balzten Hunderte von Fröschen und kleine Entenküken wagten ihre ersten Schwimmversuche. Sonntag sind wir zu dritt auf die IGA zum Kirschblütenfest. Dank der aufregenden Show der Kendo Kämpfer weiß auch ich jetzt, wo George Lukas seine Inspiration für Darth Vader her hatte.

Nun denn, machet jut! A.

2 Kommentare:

.hejRon hat gesagt…
Dieser Kommentar wurde vom Autor entfernt.
.hejRon hat gesagt…

Die armen Praktikanten, siehe hier:
http://mindfields23.blogspot.com/2007/01/
photoshooting-ausbeutung-von.html

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