Dienstag, Juni 19, 2007

Vergnügen auf Rügen

Lesen kann die Phantasie ungemein anregen, manchmal auch den Tatendrang. Letzteres hat das Buch "Elizabeth auf Rügen" bei mir geschafft, über das ich für den Kulturkalender einen kurzen Artikel geschrieben habe. Sonntag Morgen um 9.00 Uhr beschloss ich, der größten Insel Deutschlands noch einmal eine Chance zu geben, und fuhr los, mein Glück zu finden. Ähnlich also, wie bei unserem letzten Rügentrip, nur das die Insel diesmal gleich mein Ziel war. Auf einem Landstraßenparkplatz kaufte ich mir noch ein halbes Kilo Kirschen und überkehrte so fröhlich Kirschkerne auf BMWs spuckend den Rügendamm. Diesmal bog ich gleich nach meiner Ankunft südlich auf die Deutsche Alleenstraße, die ich hiermit offiziell als die schönste Straße bezeichne, die ich in Deutschland je befahren habe. Sie führte mich bis nach Sellin, was 6 Stunden dauerte, da ich in jedem Kleckerdorf anhielt, um mir die Dorfkirche anzugucken oder mich in Richtung Felder oder Wälder treiben zu lassen. In Putbus bewunderte ich die Schlossanlage und den Platz, auf dem das Schloss stand, bevor es verschwunden ist. Im Hafen Lauterbach am Greifswalder Bodden holte mich das erste Mal der Regen ein, zum Glück nur als kurzer Guss. Erst auf der Rückfahrt brach das Unwetter richtig aus, so dass ich an einem Feldrand hielt und durch den dichten Regen lief. Da ich dann eh schon nass war, fuhr ich gleich auch noch ans offene Meer und ging - wieder bei Sonnenschein - noch eine Runde baden. Warm ist die Ostsee noch nicht, so viel kann ich euch sagen!

Den Samstag war ich bei den Festspielen MV in ULRICHSHUSEN! Na, ruft dieser Name bei einigen Germanisten, die das Glück hatten, Textlinguistik-Kurse zu besuchen, noch Stöhnen hervor? Erleben durfte ich eine Lesung von Armin Müller-Stahl, die wirklich grandios war. Er trug seine eigenen Texte, die durchgängig hochgeradig amüsant waren, mit tiefer, rauchiger Stimme und perfekter, abwechslungsreicher Intonation vor. Da wir VIP-Plätze hatten, konnte ich auch seine Mimik wunderbar erkennen. Einfach herrlich, ich bin begeistert und kurz davor in einen Fanclub einzutreten oder einen zu gründen, wenn es nötig ist.

Freitag war ich bei der Kunstnacht in der Östlichen Altstadt, was auch sehr nett war. Besonders zugesagt hat mir die Ausstellung einer jungen Berliner Künstlerin - Nicole Bianchet - im Heinrich-Böll-Haus (Link: das Foto von der Narcissus Ausstellung ist sogar aud demm Böll-Haus) und die Fotografien von Robert Dämmig in der Galerie am Alten Markt. Sonntag Kletterpark alle man? A.

2 Kommentare:

Annika hat gesagt…

Hier der Beweis Susi: Diekt im Blog geschrieben, nicht in Word, und kein einziger Absatz ist drin!

Anonym hat gesagt…

deswegen bin ich vom lesen so aus der puste- die pausen fehlen ;0)

tja, doof ist das irgendwie. mich ärgern die absätze ja auch, wie gesagt, wie macht das denn dein freund? meiner schreibt im blog und es geht- zumindest hat er noch keine probleme gemerkt.

ich will auch in den kletterpark- jetzt bin ich abgestumpft.
:0)

Beitragende