Samstag, April 12, 2008

Wer steht denn nicht auf St. Petri!

Als Lektorin bekomme ich immer wieder feine Sachen zu lesen. So finden sich auf meinem Schreibtisch mal unsinnige Gedichte gelangweilter Rentner, mal sprachlich erfinderische Heimatberichte von Leuten mit Migrationshintergrund, oder auch einmal einem Geniestreich nahekommende Texte von Glöcknern. Jawohl, Glöcknern, in diesem Fall genauer gesagt einem, nämlich dem Glöckner von St. Petri. Dieser hat zur finanziellen Unterstützung der wirklich schönen Rostocker Kirche das Projekt "Ich steh auf St. Petri" ins Leben gerufen. Ein Projekt dieses Projektes ist ein Kalender, auf dessen erster Seite ein ansprechender Text der Menschen Herz und Geldbörse zum freigiebigen Spenden motivieren soll. Und so hielt ich eines Tages diesen Text in den Händen, ein DIN A4 Blatt, halbseitig mit Schreibmaschinenschrift betippt, weder die Worte Blocksatz noch linksbündig kennend. Und ich fing an, diese mitreißende Schilderung des traurigen Schicksals der Kirche St. Petri zu lesen, und mein Herz fing an zu bluten:

Zeichen der Hoffnung

Mit dem Alten Markt und St.Petri,wird auf die erste rein christliche Besiedelung,1218 urkundlich hingewiesen. Die dreischiffige Gotische Basilika,mit dem Turmmassiv,erhielt wohl erst anfang des 15.Jahrhunderts die Gotische Turmspitze. Den Winden über Jahrhunderten ausgesetzt,blieb es nicht aus,daßer beschädigt wurde.Von Blitzschlägen getroffen er teilweise abbrannte.

Die Rostocker so balt als möglich ihn wieder aufbauen ließen. Prägte, die Turmspitze,doch mit , die Silhouette von Rostock und war auch in den Seekarten als einer derLLandmarken an der Ostseeküste mit 125m ü.o eingetragen. In der Nacht des 24.o4.1942,von Englischen Luftangriffen getroffen,wobei die Löschgruppe tödlich verletzt wurde,brannte Petri gänzlich aus und die Turmspitze ab.-Die teilweise Nutzbarmachung der Kirche,wurde 1944 begonnen und unter unsagbaren Opfern auch von der Gemeinde bis zur Einweihung des Mittelschiffs 1967 unter der Führung von Herrn Pastor Nath 1967. Die Behaubung des Turmmaßifs,war in der Zeit der ddr Führung, unter fadenscheinlichen Gründen untersagt.

Mit der Wiedervereinigung Deutschlands gab es kein halten mehr, den lang gehegten Wunsch in die Tat umsetzen zu lassen, nämlich,daß,Wahrzeichen Rostocks, die Gotische Turmspitze aufbauen zu lassen. Spenden und Opferfreudigkeit,ließen mit der gewonnenen Freiheit,die Turmspitze am 13.Nov. 1994 baulich abschließen. Finanziel,trotz großzügiger Unterstützung seitens Bund,Land,Stadt und Deutscher Denkmalschutz,in wohl drei Jahren es geschafft sein wird. Helfen auch Sie, bei diesem ergeitziegen Projekt,der Hoffnung,auch gensnntmit.

Was soll ich sagen, ich steh auf St. Petri!

Kurz darauf fand sich in meinem E-Mail-Fach eine Nachricht mit folgendem Betreff:
Hello! Du hast neue Postkarte "Ich suchte so lange dir angekommen" von des Fremden. Sie kommen sie hier bekommen.
Ganz unten in der E-Mail stand: "Befreien Virtuelle Karten". Befreien bitte auch mich! Von die Lasten des schlechten Deutsch. A.

3 Kommentare:

star1138 hat gesagt…

wahr ein poet vor dem herrn!

Yvonne hat gesagt…

Ja, bitte auch Sie mir befreien von diese Deustch!

Aber süß ist es ja irgendwie...

:-)

.hejRon hat gesagt…

Da steckt viel Herzblut im Text! Da kann man doch schon auf die Grammatik drüber weg sehen!
Also im St. Petri Text..

Beitragende