Donnerstag, Juli 03, 2008

Meine Fussball-EM

Schön war die Zeit...nach zwei Jahren Abstinenz war Deutschland endlich wieder von 80 Millionen Trainern bevölkert, die sich nichts besseres vorstellen konnten, als 22 Männern dabei zuzusehen, wie sie einer schwarz-weißen Lederkugel hinterher hetzen. Ich war natürlich mitten unter ihnen und einige Teilnehmer diesen famosen Sportereignisses sind mir einen Eintrag wert.
Zuerst ist dabei natürlich unsere deutsche Nationalmannschaft zu nennen. Allen voran oder eher hintendran Jens Lehmann. Wir konnten uns einen Torwart leisten, bei dem man immer nicht wusstte, ob er gerade im Tor steht oder doch bei nächsten Kiosk Kaugummis kaufen ist. Und wenn dann mal ein Ball in seine Richtung flog, konnte man nur hoffen, dass einer der besagten Kautschis gerade in seinem Handschuh klebte, damit er ihn festhalten konnte.
Vorn und im vorderen Mittelfeld konnten wir auf unsere Jungs aus der internationalen Gruppe hoffen. Urdeutsche Burschen wie Miroslav Kose, Mario Gomez, Lukas Podolski, Oliver Neuville und nicht zu vergessen Kevin Kouranyi sorgten dafür, dass das Runde seinen Weg ins Eckige fand. Aber auch hier Unsicherheit:: Wer konnte schon wissen ob die Schip-Schwägerin der Mutter, von deren Freundin der Nachbarins Frisör nicht mal einen Artikel über den jeweiligen Gegner gelesen hatte, weshalb es den Stürmern gefährliche Gewissensbisse bereitete, das Tor zu treffen, würden sie doch ihre Wurzeln damit verraten.
Aber auch in anderen Ländern gab es bemerkenswerte Teilnehmer. Einer davon ist der türkische Nationaltrainer, der mich mit seinem ganzen Habitus doch stark an Luis de Funes erinnerte. Und auch der Mensch, der für Deutschland den Traum vom der Meisterschaft platzen ließ. Es wird gesagt, dass es sich hierbei um einen Mann namens Fernando Torres handelt, doch für mich steht fest, das ist ein Mädchen. Da ist doch Birgit Prinz männlicher. Ich hab dem/der Torres die ganze Zeit auf die Brust gestarrt und überlegt, ob es nicht doch irgendwie möglich sein könnte, dass das alles abgebunden ist.
So habe ich die EM erlebt, zu der ich immer WM gesagt habe, weil es sich leichter sprechen lässt. Das Feeling von 2006 war zwar nicht wieder da, aber es waren schöne Wochen, in denen ich auch kaum zu Hause und viel an der frischen Luft war.

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