
hier mal eine andere oscar-statue. und zwar von oscar wilde in dublin zu finden.
Die Zeit Nr. 9 22. Februar 2007 bot mal wieder reichlich text, aber auch viel uninteressantes - ich hab zwar logischerweise noch nicht alles durch (das dauert im schnitt 2 wochen- blöd bei ner wochenzeitung, ich weiß) aber ich habe schon einen favoriten der so schön zum aktuellen tagesgeschehen passt, dass ich euch daran teilhaben lassen will.:
Der schöne Artikel: „So gewinnt man einen Auslands-Oscar“ von Georg Sesslen
Der Film muss zugleich genügend „ausländisch“ sein, sollte aber die ästhetischen Codes der Traumfabrik nicht allzu tief verletzen. Er sollte sein Land und seine Geschichte zeigen, dass er den amerikanischen Bildern vom gleichen Gegenstand nicht vollständig widerspricht; er muss ganz ohne Häme gesagt, Teil eines Weltbildes werden können, in dem Konflikte der (von den USA aus gesehen) Peripherie jeweils selbst produziert sind. „Antiamerikanische“ Impulse überlasse man getrost amerikanischen Filmen. Ein guter „ausländischer Film ist einer, der ein leicht exotisches, kleines, abgeschlossenes Land zeigt, das so sehr seine eigenen Probleme und seine eigenen historischen Verletzungen hat, dass man dies schon wieder als emotionale Entlastung empfinden kann. Ein guter ausländischer Film ist immer auch so etwas wie ein Besuch in einem Museum.
Der autor meint, dass „Das Leben der Anderen“ perfekt dazu passt… wird sich zeigen.
Aber der artikel insgesamt war für mich sehr schön, denn früher fand ich den oscar doof, weil er meiner meinung nach viele schöne filme vernachlässigte und den mainstram zu stark bediente. Nun merkte ich aber erst, dass mir das wichtigste entgangen war. und zwar das:
es dabei ja gerade darum geht „die beiden widersprüchlichen Impulse des Kinos miteinander zu versöhnen, nämlich Kunst und Handwerk auf der einen, Kommerz und Industrie auf der anderen Seite. Wer es nach einer Seite hin übertreibt, ist nicht, was im entsprechenden Jargon als „oscarreif“ gilt.“
lieber herr georg sesslen: vielen dank für diesen erleuchtenden artikel.
ich finde die oscar-verleihungssachen zwar immer noch irgendwie komisch- aber jetzt ärgere ich mich bestimmt nicht mehr wenn meine favouriten verlieren oder ignoriert werden oder gar nicht dabei sind oder filme wie "fight club" nur für die effekte und sound effects nominiert oder "eternal sunshine on a spotless mind" nur fürs drehbuch und nicht für die regie oder die ausstattung kriegt.... blabla
Meine hoffnung zur oscar-nacht: dass endlich martin scorsese einen als regisseur kriegt… und irgendwie wünsche ich mir das es „das leben der anderen nicht schafft“ – martina gedeck durfte nämlich nicht mit weil nur für 4 mann platz war. jeder ausländische film bekommt nur 4 plätze und der regisseur nimmt lieber den schauspieler von der figur des dichters (namen vergessen) mit.
2 Kommentare:
ha, ich hab gestern noch im fernsehen gesehn, dass die frau schauspielerin doch mit darf- die haben eine extrakarte bekommen. das ist sehr nett.
Sehr schöner Text!
Gestern (29.02) habe ich mir Pans Labyrinth angeschaut, ob ich ihn gut oder schlecht fand... im aktuellen Post meines Blogs nachzulesen!
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