Danach war die Zeit der Duette angebrochen und wir sangen erst „I predict a riot“ – was übrigens elendig viel Text auf wenig Melodie hat – und danach „Can’t stand me now“ von den Libertines. Dieses letzte kündigte der DJ mit den Worten an: „Und diese beiden hier, die singen echt mal... was anderes... als sonst alle. Find ich echt gut!“ Na, ich erinner mich aber noch an Zeiten, da fand er es nicht so gut, wenn man „mal etwas anderes sang“ – oder mal etwas anders, nicht wahr Sören!
Nach unserer Performance ging der Chef des Ladens an uns vorbei, bückte sich auf einmal und hielt uns vorwurfsvoll einen 50 Euroschein vor die Nase. „Oh“, sagte ich, „ich muss wohl besser auf ‚mein’ Geld aufpassen.“ 50 Euro reicher wollten wir beide uns erst einmal ´ne Runde „White Russian“ gönnen, kamen aber gar nicht dazu. Ein junger Barbesitzer aus Kühlungsborn ereiferte sich, die Drinks zu bezahlen. Dafür musste ich zwar später mit ihm tanzen, aber Susi hat mich beim zweiten Tanz gerettet. Danke noch einmal an diese Stelle! Kaum hatten wir uns das nächste Getränk geholt, stand auf einmal ein Mädel mit zwei RIESIGEN „Wodka Red Bull“ vor uns. Sie sei der Überbringer, sie hoffe, wir setzten uns zu ihnen. Nun gut, was tut man nicht alles
für Getränke. Er – der edle Spender – war ein komischer Kauz, der den Mund nicht auf und die Finger nicht von mir bekam. Nachdem unserer Getränke „schon“ fast halb leer waren, stand auch schon der nächste Bottich vor uns. Ich hatte das Gefühl, die wollten uns abfüllen – dabei war das doch längst nicht mehr nötig. Trotz meiner eindeutigen Zurechtweisung bezüglich seines Grapschens und der Feststellung, dass ich alles scheiße finde, was er gut findet, wollten die beiden, als die Rausschmissmusik ertönte, unbedingt, dass wir noch mit ihnen ihr „Büro“ gehen. Ich weiß wirklich nicht genau, was die beiden dort mit uns machen wollten, aber es hatte garantiert etwas mit fesseln und anschließendem perversen Sex oder schmerzenden Abschlachten zu tun. Die beiden haben uns die Adresse genannt und sind schon vorgegangen um uns etwas Bedenkzeit zu lassen... Nach gründlicher Überlegung haben wir uns für die Prüderie und das Leben entschieden.Nachdem ich uns und die Leute aus Kühlungsborn noch fast in den „Hühnerhof“ geschleppt hatte, bei dem es sich entgegen Susis Befürchtungen tatsächlich um eine Kneipe handelt (nämlich die Knolle Rostocks), machten wir uns doch lieber auf den Heimweg. Da wir den letzten Bus wie alle seine Vorgänger verpasst hatten, sind wir nach Hause gelaufen. ICH BIN NACH HAUSE GELAUFEN! Einmal musste Susi das ja noch schaffen, solange wir in Rostock sind. Fünfeinhalb Jahre auslachen, Kopf schütteln und „also ich nehm den Bus“-sagen völlig vergebens. Und es war gar nicht so schlimm. Um 6.45 Uhr zuhause angekommen, haben die Katze und ich erst einmal gefrühstückt und dann geschlafen. Geträumt hab ich von ´nem singenden nackten Kauz, der mir unbedingt fünfzig Euro andrehen wollte... woher das wohl kam? A.
6 Kommentare:
ma sehen ob mich heute abend im nevi auch jemand besoffen machen will um mich in sein büro abzuschleppen *zu api schiel* ;-).
Oh welche erotik bei Sörens Kommentar knistert...
Uih uih uih!!!
und api sitzt gerade bei sören auf dem sofa... bier trinkend. das ist erotisch! sollte ich mir sorgen machen?
alles schlampen!
bloß gut das du dich fürs leben entschieden hat!
ich hoffe auch das sören sich fürs leben entschieden hat!
nichts gegen die oerpe!
gruß aus d-town
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